Gewinner Henkel Art.Award. 2003

Die internationale Jury hatte keine leichte Aufgabe, aus 179 Einreichungen den Gewinner des Kunstpreises zu ermitteln. So haben Dr. Monika Faber, Kuratorin der Fotosammlung der Albertina, Vaclav Macek, der Gründer des Fotofestivals in Bratislava, Mila Preslova, Fotokünstlerin aus Prag, Mag. Gudrun Schreiber vom Bundeskanzleramt Abteilung Kunst, Dr. Christoph Freiherr von Braun, Inhaber der Fotogalerie „F 5,6“ in München und Mag. Sabine Schauer, Leiterin Unternehmenskommunikation Henkel Central Eastern Europe, die Werke begutachtet und daraus den Litauer Vidmantas Ilciukas als Preisträger gekürt.


 

 

 

 

 

 


 

v.l.: Staatssekretär Franz Morak, Karin Resetarits (Moderation),
Dr. Kurt Wagner (Geschäftsführer KulturKontakt Austria), Dr. Friedrich Stara (Präsident Henkel CEE),
Mag. Sabine Schauer (Leiterin Unternehmenskommunikation Henkel CEE)

 

 

 

 

 

 

 


v.l. Stara, Nowak, Wagner, Resetarits, Ilciukas mit Gattin, Morak

 

 

 

 

 

 

 


v.l.: Dr. Friedrich Stara (Präsident Henkel CEE) und Moderatorin Karin Resetarits

„Gemalte“ Fotografien

Der 44-jährige litauische Maler und Fotograf Vidmantas Ilciukas hat die Jury für die Vergabe des Henkelpreises für Fotografie mit der außerordentlich komplexen visuellen Qualität der eingereichten Arbeiten sehr rasch überzeugt. Die Vielschichtigkeit seiner Bilder gründet auf einer psychologischen und einer technischen Komponente, spielt mit Wahrnehmungsphänomenen ebenso wie mit den Möglichkeiten von Film und Kamera.

Vidmantas Ilciukas

Geburtsdatum:
1957 in Vilnius, Litauen

Curriculum Vitae

Opus - Vidmantas Ilciukas

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Ilciukas legt mehrere Fotografien übereinander, die in räumlichem und zeitlichen Abstand entstanden sind. Diese Aufnahmen werden simultan erlebt, aber nicht als jeweils eigene Einheit, sondern als unauflösliche Menge vieler Informationen, die zusammen dann einen Eindruck wie wogender Masse, schwebender Fülle, leichter und doch dicht gepackter Bewegung erzeugen. Die Bilder sind zugleich unzweifelhaft fotografisch – und halten ebenso deutliche Assoziationen mit Malerei bereit: An Kubismus werden wir der gebrochenen Formen wegen erinnert, an Kubismus weil man glaubt, ein und dasselbe Bildelement mehrfach erkennen zu können. An Pointilismus mag man der Leichtigkeit der vielen kleinen Farbflächen wegen denken, die verantwortlich zeichnen für die räumliche Illusion, und die doch nicht in die Tiefe geschichtet auftreten.

„Vidmantas Ilciukas zeigt einen Ansatz, mit der Fotografie umzugehen, der über die ‚klassische’ Doppelbelichtung weit hinausreicht und zugleich ohne Einsatz des Computers auskommt: Daher gelingt ihm eine Durchdringung von malerischen und fotografischen Qualitäten, die durchaus neu und einzigartig sind“, kommentiert Jury-Sprecherin Dr. Monika Faber den Gewinner.

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