Gewinner Henkel Art.Award. 2002
Die Juroren hatten keine leichte Aufgabe, aus 182 Einreichungen den Gewinner des Kunstpreises zu ermitteln. So haben Liviana Dan vom Brukenthalmuseum in Sibiu, Rumänien, Gregor Podnar von der Skuc Galerie Ljubljana aus Slowenien, Dr. Rainer Fuchs, Leiter des Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, OProf. Oswald Oberhuber, der Künstler Mag. Eric Neunteufel und Mag. Sabine Schauer, Leiterin Kommunikation Henkel Central Eastern Europe, die Werke begutachtet und daraus den Rumänen Dan Perjovschi als Preisträger gekürt.
v.l.: Dr. Friedrich Stara (Präsident Henkel CEE), Dan Perjovschi , Szabolcs KissPál,
Dr. Kurt Wagner (Geschäftsführer KulturKontakt Austria)
Zeichnung als kritischer Kommentar
„Dan Perjovschi verwendet das Medium Zeichnung als Träger gesellschaftspolitisch relevanter Themen. Er benutzt unter anderem Bücher und Plakate als Bildträger und schafft damit eine Form angewandter Zeichnung, die auch einen kritischen Kommentar zur Vorstellung von Zeichnung als dekorativ expressiver Kunst darstellt“, erklärt Jurysprecher Dr. Rainer Fuchs die Entscheidung.
„Zeichnung ist bei Perjovschi ein Medium der gesellschaftlichen Zirkulation, das sich nicht auf die Vorstellung des unersetzbaren und einzigartigen Originals beschränkt. Es steht in der Tradition von Comics und Cartoon und verknüpft genaue Beobachtungen im Alltagsleben mit ironischen Kommentaren.“
Zeichnung und Text kommentieren dabei einander auf zugleich kritische und witzige Art. Entgegen der herkömmlichen Auffassung von Zeichnung als Skizze und Entwurf besitzen Perjovschis zeichnerische Arbeiten eine Eigenwertigkeit, die nicht durch anderes ersetzbar oder verbesserbar sei. Gerade indem der Künstler von traditionellen und klischeebehafteten Vorstellungen des Zeichnens Abstand nehme, eröffne diese Technik neue Möglichkeiten und Legitimität.
Dan Perjovschi wurde in Sibiu geboren und studierte an der Kunstakademie Iasi. Perjovschis bevorzugtes Medium ist die Zeichnung, bei der er auch Installation, Performance und Video einbezieht.
Dan Perjovschi
Opus / Dan Perjovschi
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