Henkel Central Eastern Europe (CEE) vergab heuer zum sechsten Mal - dieses Jahr in der Kategorie"Industrial Design" - in Kooperation mit KulturKontakt Austria den mit 7.000 Euro und einer Ausstellung im Heimatland des Künstlers dotierten Henkel Art.Award. Der Preis wurde im Rahmen einer Gala im Wagner:Werk Museum Postsparkasse an den ungarischen Designer Rajmund Domán verliehen. Der niederösterreichische Designer Hermann Trebsche erhielt den Österreich-Nachwuchsförderpreis, das ukrainische Künstlerduo SOSka group - Nickolay Ridniy und Anna Kriventsova - den Nachwuchsförderpreis für CEE - beide Auszeichnungen sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

„Mit Hilfe des Henkel Art.Award. soll vor allem ein grenzüberschreitender Dialog mit und unter Kunstschaffenden und Kunstinteressierten gefördert werden. Kunst ist eine gesellschaftliche Ausdrucksform, die kulturelle und sprachliche Barrieren überwindet und visionär, manchmal kontroversielle Diskussionen auslösend, aber auch identitätsstiftend ist. Zudem ist Kunst Ausdruck des größten Potentials, das die Länder der CEE-Region besitzen: die Kreativität der Menschen, die dort leben", erklärte Mag. Günter Thumser (Präsident der Henkel CEE) den Hintergrund des seit 2002 bestehenden und mittlerweile in 28 Ländern der Region Zentral- und Osteuropa sowie Zentralasien ausgeschriebenen Kunstpreises.
Aus über 140 eingereichten Arbeiten von jungen Designern und Designerinnen wurden fünf Nominierte gekürt. Die dafür verantwortliche internationale Expertenjury - Vorsitzende Tulga Beyerle, Mitbegründerin von section a. und der Wiener Design Week, James G. Skone, Professor für Design an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Wladyslaw Pluta, Professor für Design an der Universität für Bildende Künste Krakau, und Katarina Hubova, Direktorin des Slowakischen Designcenters - entschied sich für den 1985 in Ungarn geborenen Designer Rajmund Domán als Henkel Art.Award.-Preisträger 2007.
Zitat aus der Jurybegründung:"Basis unserer Entscheidung für die fünf Nominierungen war die Überzeugung, dass wir in der Auswahl eine Bandbreite des aktuellen Industriedesigns zeigen wollten, die der zeitgenössischen Situation in Europa entspricht. Aus den vielen verschiedenen Einreichungen haben wir einerseits Beispiele professionellen, klassischen Industriedesigns in die engere Auswahl gezogen, aber auch Nachwuchstalente mit überzeugenden Ideen und solche mit freieren, spielerischen oder poetischeren Ausdrucksformen im Design. In jeder Entscheidungsrunde wurde immer wieder Tiefe und Bestand des Entwurfs, Qualität sowohl in ästhetischer wie auch funktionaler Hinsicht diskutiert. In einigen Einreichungen interessierte uns auch ganz konkret das Potential eines grundsätzlich neuen Zugangs zu bekannten Gestaltungsaufgaben oder gesellschaftlichen Fragen.
Die finale Frage, wer mit dem Henkel Art.Award. 2007 ausgezeichnet werden soll, wurde einhellig beantwortet: Rajmund Domán aus Ungarn. Zum einem ist das vorgestellte Produkt (der tragbare Coffee Maker) in jeder Hinsicht schlüssig und überzeugend - von Idee, über Gestaltung bis zur Präsentation. Außerdem wollten wir bewusst einen jungen Designer zu einem Zeitpunkt in seinem Leben fördern und ermutigen, an dem diese Förderung größt mögliche Wirkung zeigt."
Rajmund Domán studiert an der Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design in Budapest und beschäftigt sich vornehmlich mit Strategien, die den Alltag erleichtern und Gebrauchsgegenstände praktischer und benutzerfreundlicher sowie im weiteren Sinne auch ästhetischer machen sollen. Die Form seiner Objekte entspricht ihrer Funktion. Der für den Henkel Art.Award. 2007 eingereichte Gebrauchsgegenstand Coffee Maker/Coffee Cup - der den ungarischen Name"kotyoGO" trägt - ist auf die Bedürfnisse professioneller Bergsteiger zugeschnitten. Sie finden auf kleinstem Raum Platz, sind leicht zu handhaben und passen sich an den jeweiligen Rucksackinhalt an. Derzeit gibt es noch kein ähnliches Produkt auf dem Markt.
Der Designer Hermann Trebsche, aus Ternitz (Niederösterreich), wiederum erhielt für seinen MöÖB Mobility Baukasten (2007), mit dem er sich auf sehr phantasievolle Weise gegen die Überflutung des Kinderspielzeugmarktes mit pädagogisch minderwertigen Produkten wendet, den Nachwuchsförderpreis Österreich 2007. Der Baukasten soll Motorik, konstruktives Denken, soziales Verhalten und Artikulation des Kindes anregen. Er ist vielseitig verwendbar und fördert die Entwicklung von Kreativität. Aus mehreren Baukästen können verschiedene Objekte zusammengesetzt werden. Kinder spielen gemeinsam - mit einem langlebigen, zeitlosen Produkt.
Schließlich durfte sich das ukrainische Künstlerduo SOSka group - Nickolay Ridniy und Anna Kriventsova - über den Nachwuchsförderpreis für CEE (in Kooperation mit KulturKontakt Austria"Artist in Residence"-Programm) freuen. Zentrale Themen im Werk der beiden Künstler sind Obdachlosigkeit und Armut. In Videogeschichten und öffentlichen Aktionen beschreiben sie mit ironischem und kritischem Blick das Leben in Charkow und thematisieren den Protest gegen die Regeln des gesellschaftlichen Systems.
Von Donnerstag, den 15. November 2007, bis Freitag, den 30. November 2007, werden die eingereichten Arbeiten der drei Preisträger Rajmund Domán (Ungarn), SOSka group - Nickolay Ridniy und Anna Kriventsova - (Ukraine) und Hermann Trebsche (Österreich) sowie der nominierten DesignerInnen Denis Bostandžic (Serbien), Roman Ficek (Slowakei), OLOOP DESIGN - Tjaša Bavcon, Katja Burger, Jasmina Fercek - (Slowenien) und Hannes Seeberg (Estland) in der Galerie ArtPoint von KulturKontakt Austria, Universitätsstraße 5, 1010 Wien, bei freiem Eintritt präsentiert (Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 14 Uhr bis 18 Uhr).
Weitere Informationen finden sich unter http://artaward.henkel.at
Die Henkel Central Eastern Europe mit Sitz in Wien trägt die Verantwortung für 30 Länder in Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien. Sie hält eine Top-Position mit Wasch-, Reinigungsmittel- und Kosmetikmarken und ist Marktführer bei Haarkosmetik und Klebstoffen sowie Oberflächentechnik. Im Jahr 2006 erwirtschaftete das Unternehmen mit über 8.760 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,881 Milliarden Euro. In Österreich gibt es Henkel-Produkte seit 120 Jahren. Und am Standort Wien wird seit 1927 produziert.
Seit mehr als 130 Jahren ist Henkel führend mit Marken und Technologien, die das Leben der Menschen leichter, besser und schöner machen. Das Unternehmen ist in den drei Geschäftsfeldern Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie Adhesives Technologies (Klebstoff Technologien) aktiv und zählt zu den Fortune Global 500 Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte Henkel einen Umsatz von 12,740 Mrd. Euro und ein betriebliches Ergebnis von 1.298 Mio. Euro. Weltweit engagieren sich unsere 52.000 Mitarbeiter dafür, unser Leitmotiv "A Brand like a Friend" umzusetzen und sicherzustellen, dass Menschen in über 125 Ländern der Welt den innovativen Marken und Technologien von Henkel vertrauen können.