Bildung und Wissenschaft

Wissen und Bildung sind die wichtigsten Ressourcen einer Gesellschaft. Dies gilt besonders in der heutigen Globalisierung. Um die Voraussetzungen für ein unabhängiges, gleichberechtigtes Leben möglichst vieler Kinder auf dieser Welt zu gewährleisten, fördert Henkel die schulische Aus- und Weiterbildung junger Menschen.

Mit weltweiten Initiativen zur Förderung von Schülern, Studenten und Auszubildenden investiert Henkel in Ausbildung und Wissen. Dazu zählen Schüleraustausch-Projekte, Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, Kooperationen mit Grundschulen und weiterführenden Schulen oder die Vergabe von Förderpreisen an Universitäten.

Des Weiteren unterstützt Henkel junge Nachwuchswissenschaftler und Studenten über die Dr. Jost-Henkel-Stiftung. In dem 2005 gestarteten Global Challenge Programm erhalten Studenten aus Neuseeland und Südafrika, deren Eltern Mitarbeiter bei Henkel sind, Stipendien. Auch Studenten aus anderen Ländern können sich für Stipendien bewerben, vor allem, wenn sie ihr Studium ansonsten nicht finanzieren können.

Ein Ort zum Lernen

Im Mai 2006 wurde die Provinz Yogyakarta in Zentraljava von einem schweren Erdbeben getroffen. Im Rahmen der Henkel Friendship Initiative und als Ausdruck unseres Mitgefühls für die betroffenen Menschen unterstützte Henkel Indonesien die Familien betroffener Henkel-Mitarbeiter und förderte den Wiederaufbau einer zerstörten Grundschule mit insgesamt 41 500 Euro. Das Gebäude der SD Kanisius Manding Grundschule war durch das Erdbeben so schwer beschädigt worden, dass der Unterricht in notdürftig errichteten Zelten abgehalten werden musste. Mit der Hilfe von Henkel Indonesien hat die Schule in wenigen Monaten wieder ihre Türen öffnen können. Die neue Bibliothek des neu errichteten Schulgebäudes heißt „Henkel Bibliothek“.

Kids and Chemistry

Henkel-Mitarbeiterin Gina Ludwig aus Detroit hat eine Vision: Kindern Freude an Chemie und Wissenschaft zu vermitteln. Zusammen mit zwei engagierten Kollegen hat sie daher einen Teil des von der American Chemical Society unterstützten Programms „Kids and Chemistry“, Kinder und Chemie, übernommen. Das Programm bietet Kindern von 7-12 Jahren Wissenschaft zum Anfassen, um Interesse und Neugier auf Wissen und Forschung zu wecken – Chemie kann Spaß machen! Das „Kids and Chemistry“-Programm erhielt 2006 zudem finanzielle Unterstützung durch die MIT-Initiative, um Materialien zu erwerben. Die American Chemical Society verlieh Gina Ludwig 2003 und 2004 Preise für ihr beispielhaftes freiwilliges Engagement.

Hoffnung durch Bildung

Das Bethlehem House of Bread öffnet seine Türen in den Slums von Baliwag in Bulacan auf den Philippinen für bedürftige Kinder. Mehr als 400 Waisenkinder, Straßenkinder und Kinder aus mittellosen Familien werden hier seit Jahren betreut. Die verarmten und unterernährten Kinder erhalten reichhaltige Mahlzeiten, notwendige medizinische Verpflegung und Bildung. Henkel-Mitarbeiter auf den Philippinen überreichten dem Bethlehem House 2006 einen Stromgenerator, einen Computer, Drucker, Fernseher sowie eine Stereoanlage für das im Rahmen der MIT-Kinderprojekte geförderte Ausbildungsprogramm des Hauses.

Weiterentwicklung fördern

Die Stony Creek Schule in einem Vorort von Chigago, U.S.A., fördert Kinder mit Entwicklungsstörungen. Eine Kombination aus Physiotherapie und Einzel- sowie Gruppentherapie hilft den Kindern, zu Gleichaltrigen aufzuschließen. Michael Pierce, dessen Tochter die Stony Creek Schule sehr erfolgreich besuchte, engagiert sich heute ehrenamtlich in Programm der Schule für frühkindliche Entwicklung. Zusammen mit einem Komitee von weiteren Freiwilligen organisiert er Spendenaktionen und versucht, Budgetkürzungen der Schule abzuwenden. Seit zwei Jahren unterstützt Henkel die Schule über die MIT-Initiative außerdem beim Kauf von PCs und anderen Materialien für die Unterrichtsräume. Der MIT-Fund fördert zudem das „Parents First“-Programm der Schule, in dem Eltern lernen, wie sie ihre Kinder auf ihrem schwierigem Lebensweg am sinnvollsten unterstützen.

Ein Jahrmarkt des Wissens

Die Bambiriada ist eines der größten Ereignisse für Kinder und Jugendliche in Tschechien. Der nicht-staatliche Open-Air-Jahrmarkt unter Schirmherrschaft des Czech Council for Children and Youth bietet den Kindern ein breites Spektrum an Spielen und Aktivitäten, die Spaß machen zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten und der Persönlichkeiten der Kinder beitragen. Mehr als 30 000 Kinder und Eltern besuchen den viertägigen Wissensjahrmarkt jedes Jahr. Henkel beteiligt sich daran mit dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen in den Gebieten zu unterrichten, in denen Henkel-Mitarbeiter berufsbedingt gute Kenntnisse haben. So bieten Henkel-Mitarbeiter auf der Bambiriada zum Beispiel im Rahmen eines Workshops chemische Experimente an.

Eine Berufsschule für Obdachlose

Eine alarmierend hohe Anzahl von Kindern in der Türkei ist obdachlos. Viele dieser Straßenkinder leiden unter Krankheiten, Drogenabhängigkeit und anderen armutsbedingten Problemen. Der beste Weg, um diesen Kindern zu helfen, ist, sie von der Straße zu holen. Deswegen unterstützt Henkel Türkei ein Projekt in Gaziantep, das obdachlosen Kindern durch den Bau einer Berufsschule eine Perspektive bieten will. Denn Bildung und eine feste Anstellung sind der sicherste Weg aus der Armut.

Eine Schule für mongolische Kinder in Korea

Die Kinder mongolischer Arbeiter in Korea leben allzu häufig in sehr ärmlichen Verhältnissen und in gefährlicher Isolation von der koreanischen Gesellschaft und den koreanischen Kindern. Henkel Korea fördert verschiedene Projekte, um die gesellschaftliche Isolation der mongolischen Kinder zu durchbrechen. So finanziert Henkel zum Beispiel einen Fußballverein für mongolische Kinder, für die an der mongolischen Schule kein Sportplatz zur Verfügung steht. Regelmäßige Spiele mit koreanischen Kindern sollen Freundschaften zwischen den Kindern ermöglichen. Auch hat Henkel eine Bibliothek für die mongolischen Kinder gegründet, denen es aufgrund ihres Status als illegale Einwanderer nicht erlaubt ist, die öffentliche Bibliothek zu nutzen. Ziel der Henkel-Bibliothek ist es, den Kindern zumindest eine Basis-Schulbildung zu erleichtern.

Fähigkeiten fördern

2005 besuchte eine Gruppe aus dem Management-Team von Henkel Malaysia die New Horizions Society. Diese Non-Profit-Organisation in der Nähe des Henkel-Standortes Ipah unterhält seit zehn Jahren ein Hilfszentrum für Kleinkinder und Vorschulkinder mit Entwicklungs- und Lernstörungen. Durch Einzel- und Gruppentherapien und Lernspiele jeder Art versuchen die Erzieher und Therapeuten, die Kinder mit ihren emotionalen, spirituellen, sozialen und kommunikativen Fähigkeiten zu unterstützen. Die Besucher von Henkel waren sich einig, dass ein Besuch nicht genug sei – sie kamen kurze Zeit später mit einem beachtlichen Scheck wieder.

Die Schule als Motor der Stadt

Wieder einmal hat Christian Gimonet, Kundenberater bei Henkel Loctite in Frankreich, drei Wochen seines Jahresurlaubs in Afrika verbracht. Gimonet reiste allerdings nicht als Urlauber nach Mali im Westen des schwarzen Kontinents, sondern als Helfer. Seit Jahren unterstützt er gemeinsam mit anderen Freiwilligen zwei Schulen im Norden des Landes. „Die eine Schule steht in Batouma, die andere in Dagodji. Beide Orte liegen im Norden des Landes“, berichtet er. „An den beiden Schulen, die wir auch mit Unterstützung der MIT-Initiative aufgebaut haben, sind inzwischen etwa 160 Kinder und Jugendliche angemeldet. Wir müssen weitere Klassenräume anbauen, damit alle genug Platz haben.“ Gimonets ehrenamtliche Aufgabe besteht vor allem darin, Öffentlichkeitsarbeit für die beiden Projekte zu machen. „Dafür muss ich Daten und Informationen darüber sammeln, wie die Schulen dazu beitragen, den Menschen in Batouma und Dagodji das Leben zu erleichtern“, erklärt er. „Tatsächlich wirken die beiden Schulen wie Antriebsmotoren für die Städte. Die Menschen setzen wieder Hoffnung in ihre Zukunft und sind bereit zu einem Neuanfang. Während meines dreiwöchigen Aufenthalts habe ich mit einigen Frauen ein Garten-Projekt gestartet. Wir haben einen großen Gemüsegarten angelegt – einerseits zur Selbstversorgung, andererseits können die Frauen einen Teil ihrer Ernte auch auf dem Markt verkaufen.“

Leistung belohnen, soziales Engagement fördern

Unter dem Motto "Auf Leistungen bauen" feierte die Henkel-Marke "Ceresit" ihren 100. Geburtstag. Aufgrund dieses Jubiläums wurde eine Idee für ein spezielles Projekt entwickelt: Die erfolgreichsten jungen Fußballmannschaften wurden aufgerufen, sich für Trikots im Wert von jeweils 500 Euro zu bewerben. Damit nicht genug: Um soziales Engagement unter den Jugendlichen bewusst zu machen und zu fördern, bat Henkel und seine Marke Ceresit die Fußballteams, sich in einem sozialen Projekt zu engagieren. 25 Nachwuchsmannschaften, die eine soziale Einrichtung in ihrer Heimatstadt unterstützten, bekamen einen Extra-Bonus: Als Henkel Smile-Botschafter durften die jungen Talente ihrer Einrichtung einen Scheck von jeweils 1.000 Euro überreichen.

Integration durch Bildung

Die Marke Schauma unterstützt das UNESCO-Projekt "Bildung für Kinder in Not" beim Bau einer Schule für die Kinder des vom Aussterben bedrohten Volks der San in Namibia. Die Boxer Vitali und Wladimir Klitschko sind Paten des Projekts. Die Kinder erhalten in diesem Projekt eine schulische Ausbildung. Ziel ist es, ihnen unter Respektierung ihrer traditionellen Kultur Zugang zur Gesellschaft außerhalb der San zu ermöglichen.

Neue Perspektiven für Jugendliche in Indien

Das Projekt "Handwerkschule in Indien" wurde in Kooperation mit der Eishockey GmbH in Düsseldorf auf die Beine gestellt. Das Play-Off-Spiel der DEG Metro Stars gegen die Hamburg Freezers am 15. März 2006 wurde für eine große Spendenaktion genutzt. Pro Zuschauer spendeten Henkel und die DEG einen Euro für den guten Zweck. Am Ende stand die stolze Summe von 10 000 Euro, die Besucher, Henkel und die DEG für den Aufbau und die Ausstattung der Handwerkschule gespendet hatten.

Bereits 2006 hatten Helfer von Henkel und den DEG Metro Stars für die Opfer der Tsunami-Flutkatastrophe gesammelt. Von dem gespendeten Geld wurde ein Grundstück in der indischen Katastrophenregion erworben. Auf dem Areal sollte eine Handwerkschule für 100 bedürftige Jugendliche aus dem verwüsteten Küstengebiet entstehen. Am 10. September 2006 wurde sie feierlich eingeweiht. "Die Eröffnung der Handwerkschule war ein wichtiges und lang erwartetes Ereignis", sagt Henkel-Mitarbeiter Dr. Reimar Heucher begeistert. "Es ist wirklich schön zu sehen, dass die gesammelten Spendengelder so sinnvoll zum Wohle der Jugendlichen vor Ort eingesetzt werden." Heucher hatte im Frühjahr 2005 im Rahmen des Henkel Smile-Programms einen Antrag auf Förderung eines sozialen Kinderprojektes in Indien gestellt. Bei Prüfung des Projektantrages ergab sich die Möglichkeit zu einer deutlichen Ausweitung der Projektidee hin zur Planung einer Handwerkschule.

Die Einweihung der Handwerkschule in der Region Pondicherry im Südosten Indiens begleiteten Erzbischof Dr. Antony Anandarayar und Mr. Augustin, Geschäftsführer der Initiative "Industrielles Wachstum und Investition in Pondicherry". "Die Freude über die Eröffnung des Schulgebäudes kannte vor allem bei den zukünftigen Schülern und Schülerinnen keine Grenzen", berichtet Heucher, der an der Eröffnungszeremonie in Pondicherry als einer der Ehrengäste teilnahm.

In der Handwerkschule erhalten hundert Jugendliche die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. Da die Region in Küstennähe liegt, ist sie vom Fischfang dominiert. Die jungen Männer werden zu Elektrikern, Mechanikern für den Bootsbau und Bootsmotoren, zu Schreinern und Katamaranbauern ausgebildet - die jungen Frauen beispielsweise zu Näherinnen. Für alle Schüler ist Umgang mit Computern im Ausbildungsprogramm vorgesehen.