„Innerhalb der Gruppe der nominierten Künstler haben wir uns entschieden, Mladen Miljanovic mit dem Henkel Art.Award. auszuzeichnen. Seine Werke beziehen sich explizit auf die Politik und seine eigene Biographie. Er gehört der Generation an, die als Kinder und Jugendliche den Balkankrieg miterlebt haben und sich danach in einem zerstörten, verarmten, ethisch sowie territorial geteilten und isolierten Land neu orientieren mussten“, erläutert Juryvorsitzender Edelbert Köb, Direktor des MUMOK in Wien, warum die Wahl auf den jungen Bosnier fiel.
Edelbert Köb, Direktor des MUMOK in Wien, Gewinner Mladen Milanovic und Mag. Günter Thumser, Präsident der Henkel CEE
Geburtsdatum:
1981
Geburtsort:
Zenica, Bosnien-Herzegowina
Mladen Miljanovic studierte an der Kunstuniversität Belgrad und an der Kunstakademie in Banja Luka. Unter seinen letzten Arbeiten entstand „Holiday of discomfort“, „Sit-no from I serve art“ und „Occupational therapy“, die er in Berlin, Sarajevo und Banja Luka ausstellte. In seinem Werk setzt er sich mit den die Kriegszeit dominierenden Symbolen und Motiven auseinander, untersucht und reflektiert Geschichte, Bedeutung und inhaltliche Besetzung von Räumen, Orten und Städten, wobei er sich unterschiedlichster Medien bedient.