Soziales
Unsere globalisierte Welt wird immer vielschichtiger. Unser Ansatz ist: “Think global, help local” (Global denken, lokal helfen). Jeder der weltweiten Henkel-Standorte sieht sich vor Ort mit anderen, lokal bedingten sozialen Problemen konfrontiert. Das kann etwa ein Mangel an Kindertagesstätten sein, eine fehlende oder schlechte Versorgung für Senioren, Probleme mit Rassismus unter Jugendlichen oder die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen.
Ausgewählte internationale Projektbeispiele:
- Tamaho – ein Kindergartenprojekt in Südafrika
- Kinderträume fliegen lassen
- Gegen Fremdenfeindlichkeit
- Neue Spielgeräte für den Kindergarten
- Obdach, Verpflegung und Bildung
- Bergsteigen für ein neues Zuhause
- Ein Therapieraum für misshandelte Kinder in Korea
- Unternehmensgeist im Waisenhaus
- Wenn Kinder trauern
- Liebevolles Miteinander
Tamaho – ein Kindergartenprojekt in Südafrika
Das Kindergartenprojekt „Tamaho" wurde vor etwa vier Jahren von Henkel Südafrika gestartet. Der Kindergarten liegt in der Nähe des Henkel-Standorts im Südosten von Johannesburg in einer von Schwarzen bewohnten Wohngegend, einem Township mit Namen "Tamaho".
„In der Vergangenheit wurden wir immer wieder durch die Medien aufmerksam, dass Kinder im Vorschulalter unbeaufsichtigt von ihren Eltern beim Spielen verunglückten“, berichtet Michael Zipp, Geschäftsführer Henkel Südafrika. „Da zudem einige unserer Mitarbeiter aus diesem Township kommen, beschlossen wir, dieses Projekt zu starten.“
Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt durch MIT sowie Privatspenden der Mitarbeiter und ehemaliger Mitglieder der Henkel-Geschäftsführung.
Der Kindergarten hat 37 Kinder, die von ausgebildeten Kindergärtnerinnen betreut werden. Gerade in der Anfangsphase wurden noch viele Dinge benötigt – darunter Spielzeuge, Lernmittel, Einrichtungsgegenstände und warme Decken für den bevorstehenden Winter. Die Räume des Kindergartens werden auch abends für Veranstaltungen genutzt, beispielsweise für Informationsveranstaltungen über HIV/AIDS für die Gemeindemitglieder. Mit der Unterstützung von MIT wird 2009 eine Verbindung zum lokalen Abwassersystem inklusive einer Rückstauinstallation gebaut.
Kinderträume fliegen lassen
Einmal im Cockpit eines Flugzeuges zu sitzen, davon träumen viele Kinder. Für die Mädchen und Jungen der Gerda Henkel Kindertagesstätte in Düsseldorf-Holthausen ist dieser Traum Wirklichkeit geworden. Begeistert nahmen sie am 21. Dezember 2005 das vier Meter lange Flugzeug aus Holz in Empfang. Die Gerda Henkel Kindertagesstätte ist eine durch Henkel betrieblich geförderte Tageseinrichtung der Arbeiterwohlfahrt Familienglobus GmbH. Kinder im Alter von vier Monaten bis zu zehn Jahren werden dort ganztägig betreut.
Gegen Fremdenfeindlichkeit
Henkel hat seinen Standpunkt im Kampf gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit durch zwei Posterkampagnen verdeutlicht. Die Slogans auf den Plakaten lauteten: "Wer ist in einem Weltkonzern Ausländer? – Niemand” und “Was macht einen Weltkonzern erfolgreich? – Mitarbeiter aus aller Welt!” Mit mehr als 60 großflächigen Plakaten war die Henkel-Aktion an allen deutschen Standorten und in Wien präsent und stieß auch über die Werkstore hinaus auf großes Echo. Für die Henkel-Auszubildenden in Düsseldorf wurde die Kampagne um eine vierteilige Dialogreihe mit der Konrad-Adenauer-Stiftung ergänzt. Thema: “Rechtsextremismus: Vorübergehende Gefahr oder Bedrohung für die Demokratie?“ Mehr als 300 Jugendliche recherchierten aktuelle Hintergründe und diskutierten mit namhaften Referenten aus der Politik Fragen der gesellschaftlichen Integration sowie Wege zur Überwindung der Ausländerfeindlichkeit.
Neue Spielgeräte für den Kindergarten
Mitarbeiter von Henkel U.S.A. organisierten zahlreiche Spendenaktionen, um neue Spielgeräte für den Außenbereich eines Notkindergartens in Cleveland, Ohio, zu erwerben. Providence House ist ein Kindergarten, der zu jeder Tages- und Nachtzeit Kinder aufnimmt, die sich in akuter Gefahr etwa durch Misshandlung oder Missbrauch befinden. Die Henkel-Mitarbeiter konnten dem Notkindergarten dringend benötigte neue Spielgeräte im Wert von 10 500 Dollar übergeben. Mit den neuen Spielgeräten können die Kinder gemeinsam spielen, Spaß haben und nebenbei ihre Motorik trainieren und die frische Luft genießen.
Obdach, Verpflegung und Bildung
In den Andenregionen unterstützt Henkel mehrere Organisationen und Stiftungen, die für Kinder mittelloser Eltern sorgen – oft ist es den Eltern dort unmöglich, ihren Kindern eine Schulbildung oder sogar nur tägliche Mahlzeiten zu bieten. In Lima, Peru, wurde zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Stiftung COPRODELI eine Tagestätte für Kinder aus sehr armen Familien gebaut und ausgestattet. Da diese Kinder häufig ihre Tage auf der Straße verbringen, sind sie sehr anfällig für Drogenmissbrauch, Kriminalität, Gewalt und Krankheit. In der Tagestätte erhalten sie Obdach, Nahrung, medizinische Verpflegung, Kleidung und vor allem Aufmerksamkeit, Zuwendung und nicht zuletzt Bildung. Ähnliche Einrichtungen werden als MIT-Projekte in anderen Städten der Andenregion gefördert, so zum Beispiel das Heim der Fundación Marcelino Pan y Vino in Bogóta (siehe Foto).
Bergsteigen für ein neues Zuhause
Das Gebiet Anantapur in Indien leidet unter fortdauernder Trockenheit und Armut. Viele der dortige Einwohner, insbesondere die so genannten “Unberührbaren”, sehen sich gezwungen, in ärmlichen Hütten ohne sanitäre Einrichtungen zu leben. Deswegen nahmen Mitarbeiter von Henkel Spanien an einer Spendenaktion in Granada teil: Die Henkel-Mitarbeiter stiegen auf einen granadinischen Berg, um Geld für ein Bau-Projekt Vicente-Ferrer-Stiftung zu sammeln. Das gesammelte Geld wird von der Stiftung für den Bau von 15 Häusern in einem Dorf in Anantapur verwendet. Denn eine feste Unterkunft ist ein Schlüsselfaktor im Kampf der armen Bevölkerung Indiens um Anerkennung und wirtschaftlichen Aufstieg.
Ein Therapieraum für misshandelte Kinder in Korea
Henkel Korea hat im Rahmen der MIT-Kinder-Projektförderung geholfen, einen Therapieraum für misshandelte Kinder in einer von „Save the Children Korea“ geführten Einrichtung für misshandelte Kinder zu eröffnen. Das Haus sah sich zuvor nicht in der Lage, den misshandelten und missbrauchten Kindern eine liebevolle psychologische Betreuung zukommen zu lassen, die entscheidend für die Genesung misshandelter Kinder ist. Mit der Hilfe von Henkel und dank des Engagements seiner Mitarbeiter wird die Einrichtung in Zukunft gut 120 Kindern jährlich psychologische Betreuung anbieten können. Mitarbeiter von Henkel Korea besuchen das Haus einmal monatlich, um ehrenamtlich mitzuarbeiten. Sie nehmen die Rolle von „Eintageseltern“ an und helfen den Kindern im Alltag.
Unternehmensgeist im Waisenhaus
Mehr als 300 Kinder leben im Awladi Kinderheim in Maadi in der Nähe von Kairo. Mehrere Wohnhäuser, Kindergärten, Schule und Spielplatz, eine Bücherei, ein Wirtschaftsgebäude, Farmland und Ställe gehören zu der großen Anlage, die ehrenamtlich organisiert wird. Khaled Tawakol, damals Leiter Communications bei Henkel in Ägypten, hat sein Know-how eingesetzt, um dem Kinderheim bei der Vermarktung von Produkten aus der Lehrbäckerei zu helfen. „Wir haben eine sehr erfolgreiche Werbekampagne gestartet und so viele Aufträge erhalten, dass wir die Kapazität der Bäckerei ausbauen mussten.“ Khaled Tawakol hat auch geholfen, die notwendige finanzielle Unterstützung zum Bau eines neuen Babytrakts aufzutreiben, unter anderem bei seinem Arbeitgeber.
Wenn Kinder trauern
Das „SandCastles Grief Support Program“ in Detroit im US-Bundesstaat Michigan ist ein Refugium für Kinder und Jugendliche, die den Verlust eines Familienmitglieds oder Freundes verkraften müssen. Seit der Gründung des Programms vor acht Jahren haben mehr als 1.100 Kinder kostenlos daran teilnehmen können. In seiner Freizeit arbeitet Jason Tylenda, Mitarbeiter bei Henkel Technologies in Madison Heights, mit im Team der Betreuer. Er kümmert sich um die 10- bis 13jährigen. Dafür hat er eine spezielle Schulung absolviert. Er trifft sich zweimal pro Woche mit „seinen“ Kids. „Wir bieten keine Therapie, sondern einfach nur Unterstützung“, beschreibt er das Angebot der SandCastles. „Manche malen oder schreiben sich ihren Kummer von der Seele, andere toben sich im ‚Vulkan-Zimmer‘ aus. Dort können sie auf Punchingbälle einschlagen, mit alten Telefonbüchern um sich werfen, mit dick umpolsterten Schlagstöcken gegen die Wände dreschen und luftgefüllte Plastikkammern mit lautem Knallen zerplatzen lassen.“ Im vergangenen Jahr spendete die MIT-Initiative eine hohe Summe für das Programm, um dessen Fortbestand zu sichern und Jason Tylendas ehrenamtliches Engagement zu würdigen.
Liebevolles Miteinander
Die meisten Kinderheime in Mexiko kämpfen permanent gegen den finanziellen Ruin. Einige Mitarbeiter der Henkel Mexicana S.A. unterstützen daher Kinderheime in ihrem Land. So zum Beispiel Monica Martinez und Cecilla Brasetti, die sich dem Waisenhaus „La Divina Providencia“ und seiner Leiterin Ines Valdivia González verbunden fühlen. In diesem Heim haben 220 Jungen ein neues Zuhause gefunden.Viele wurden von ihren Eltern verlassen, einige sind körperlich oder geistig behindert, manche leiden unter Leukämie oder anderen lebensbedrohlichen Krankheiten. Raymundo Romero Arredondo wiederum hält Kontakt zum Waisenhaus „Alegria“ in Toluca, das als private Hilfseinrichtung geführt wird. Zur Zeit leben hier 16 Mädchen aus zerrütteten Familien; mehr als 100 stehen auf der Warteliste, so dass das Haus seine Kapazitäten dringend erweitern möchte. Um das Waisenhaus in seinem Vorhaben zu unterstützen, leistete die MIT-Initiative eine großzügige Spende.