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23.07.2018

„Faktor 3“ nennt Henkel seine langfristige Nachhaltigkeits-Strategie.
Bis zum Jahr 2030 möchte das Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette dreimal effizienter wirtschaften als noch 2010. Was es damit auf sich hat, erklärt Isabelle Haslinger, Nachhaltigkeits-Botschafterin bei Henkel in Wien.

Stetig besser werden

Isabelle Haslinger, Trade Marketing Manager und Nachhaltigkeits-Botschafterin bei Henkel

Isabelle Haslinger, Trade Marketing Manager und Nachhaltigkeits-Botschafterin bei Henkel

Welche Nachhaltigkeitsziele hat sich Henkel gesetzt?
Vereinfacht gesagt: Wir wollen bis zum Jahr 2030 drei Mal effizienter, das heißt auch sparsamer, wirtschaften als zwanzig Jahre zuvor. Das bedeutet konkret: Wenn wir zum Beispiel bis zum Jahr 2030 unseren Umsatz verdreifachen, darf unser Ressourceneinsatz dennoch nur dem Vergleichswert von 2010 entsprechen. Oder anders formuliert: Bliebe unser Umsatz im Jahr 2030 auf dem Niveau von 2010, müsste sich unser Ressourceneinsatz gleich um zwei Drittel reduzieren.

Wie kann dieser Faktor 3 erreicht werden?
Indem wir uns entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter sukzessive verbessern. Das betrifft beispielsweise unsere Produktion, unsere Logistik- und Transportsysteme, den Einsatz unserer Rohstoffe, die Lieferantenauswahl und natürlich auch unsere Innovationen im Produkt- und Technologiebereich.

Wie läuft der Innovationsprozess?
Wir setzen dabei unseren Henkel-Sustainability#Master © als Analyse-Instrument ein. Damit werden Verbesserungen, aber auch Verbesserungspotenziale von Produktneuheiten, die wir entwickeln, transparent gemacht und zwar in Bezug auf unsere sechs Nachhaltigkeitsfokusfelder. Das betrifft den ökologischen Fußabdruck, der mit unseren Innovationen verbunden ist, also beispielsweise den Energie- und Materialeinsatz sowie den Wasserbedarf oder das Abwasseraufkommen.

Was ist das Ziel dabei?
Jede Innovation, die Henkel auf den Markt bringt, muss in zumindest einem unserer Nachhaltigkeits- Fokusfelder eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger- oder Vergleichsprodukt aufweisen.

Haben Sie konkrete Beispiele?
Unser Klebstoffbereich stellt zum Beispiel spritzbare Schalldämpfungsmatten unter der Marke Teroson her. Sie werden im Automobilbau eingesetzt, reduzieren das Abfallaufkommen bei der Verarbeitung deutlich und bringen eine Gewichtseinsparung für den PKW mit sich. Bei den Weißblechdosen des Drei Wetter Taft Haarsprays wiederum konnten 15 Prozent Wasser und Material in der Produktionsphase eingespart werden. Und schließlich haben wir, um ein Beispiel für Wasch-/Reinigungsmittel zu nennen, Somat auf eine phosphatfreie Hochleistungs-Rezeptur umgestellt und zugleich die Kartonpackung leichter und schmaler gemacht.

Wie schaut es in der Wiener Produktion aus?
In Wien sind wir besonders stolz, dass es uns gelungen ist, den Wasser- und Energieverbrauch seit 2010 um mehr als ein Viertel pro produzierter Tonne zu senken. Die wiederholte Auszeichnung zum Öko-Business Wien-Betrieb oder der klimaaktiv-Energieeffizienz-Preis 2017 zeigen uns, dass wir mit unseren kontinuierlichen Verbesserungsprozessen auf dem richtigen Weg sind.