06.06.2017  Düsseldorf

Nachhaltige Praktiken in der Palmölindustrie fördern

Henkel-Standorte erhalten Zertifikat für Umgang mit nachhaltigem Palmöl

Sechs Produktionsstandorte von Henkel in Europa wurden 2017 gemäß der Lieferketten-Standards des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert – darunter die Standorte in Düsseldorf und Wassertrüdingen. Zuvor wurde bereits die globale Supply-Chain-Organisation von Henkel mit Sitz in Amsterdam ausgezeichnet. Die Zertifizierung ist ein weiterer Schritt im Engagement des Unternehmens, nachhaltiges Palmöl entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern.

Der RSPO ist eine Initiative, die sich aus verschiedenen Akteuren zusammensetzt und nachhaltige Praktiken in der globalen Palmölindustrie vorantreibt. Um dessen Zertifizierungsstandard für Lieferketten zu entsprechen, müssen Organisationen oder Produktionsstandorte ein verlässliches Kontrollsystem für den Fluss von Materialien, die aus der Palmöl-Frucht gewonnen wurden, vorweisen – vor allem für die Materialien, die als nachhaltig zertifiziert sind. Dieser Standard kann an jeder Stufe der Wertschöpfungskette, das heißt von Mühlen und Raffinerien bis hin zu Produzenten wie Henkel, angewendet werden. Viele Produkte von Henkel enthalten Inhaltsstoffe, die aus der Palmöl-Frucht stammen: Dabei handelt es sich überwiegend um Palmkernöl, das aus den Kernen der Palmenfrucht extrahiert wird, als Basis für Tenside, die aktive Waschsubstanzen sind. Sie kommen in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten von Henkel zum Einsatz.

Nach unabhängigen, externen Audits im Jahr 2017 hat Henkel Zertifikate für sechs Produktionsstandorte erhalten: Düsseldorf, Wassertrüdingen, Ferentin und Lomazzo (Italien), Montornès (Spanien) sowie Wien (Österreich). Die positiven Ergebnisse würdigen die Transparenz des Unternehmens bezüglich der Menge zertifizierter Rohstoffe, die eingekauft, in Produkten verwendet und im offenen Dialog mit dem Einzelhandel und anderen Partnern angegeben werden. Die Zertifizierung bestätigt den Einsatz von Henkel, nachhaltige Praktiken in der Palmölindustrie zu fördern und voranzutreiben: Vor allem mit Blick auf die Kunden ist dies wichtig – denn so unterstützt Henkel den Einzelhandel dabei, eigene Nachhaltigkeitsziele in der Lieferkette sowie in Bezug auf Palmöl-basierte Materialien zu erreichen. Die Zertifikate sind auf der Webseite des RSPO öffentlich einsehbar.

„Wir sind sehr stolz, dass diese Produktionsstandorte die Zertifizierung erhalten haben – und wir haben bereits weitere Aktivitäten geplant, damit noch mehr Standorte auf der ganzen Welt zertifiziert werden“, sagt Wolfgang Weber, Direktor International Safety, Health, Environment and Quality im Henkel-Unternehmensbereich Laundry & Home Care. „Diese Leistung ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, den Wandel in der Palmölindustrie voranzutreiben. Es belegt, wie unsere Teams ihre Expertise und ihr Engagement nutzen, um Nachhaltigkeit in unser gesamtes Geschäft einzubetten und unseren Beitrag zu leisten, globale Herausforderungen anzugehen.“

Nachhaltige Praktiken in der Palmölindustrie fördern

Der Ansatz von Henkel, eine nachhaltige Palmölwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben, umfasst drei Ziele für 2020, die auf den zentralen Prioritäten für einen erfolgreichen Wandel beruhen. Diese Ziele sind:

  • Das gesamte in Produkten verwendete Palm- und Palmkernöl soll bis 2020 aus nachhaltiger Bewirtschaftung entsprechend dem RSPO-Massenbilanzmodell stammen.
  • Die von Henkel bezogenen Palmöle, Palmkernöle und Derivate sollen zu bekannten Quellen – zunächst bis zur Ölmühle und dann bis zur Plantage – zurückverfolgt werden können.
  • Die Verfügbarkeit von nachhaltigem Palm- und Palmkernöl auf dem Markt soll durch Kooperationsprojekte zur Unterstützung von Kleinbauern um die Menge, die dem Bedarf von Henkel entspricht, erhöht werden.

Um diese Ziele zu erreichen, stehen für das Unternehmen die Zusammenarbeit mit diversen Partnern im Zentrum aller Maßnahmen und Ziele. Der eigene Beitrag wird gestärkt, indem der Dialog mit den Hauptakteuren der Palmölindustrie gesucht wird und gemeinsame Projekte und Partnerschaften abgeschlossen werden – dazu zählen die eigenen Lieferanten genauso wie nichtstaatliche Organisationen und Kleinbauern, die das Palmöl anbauen.

Aktive Unterstützung von Kleinbauern

Henkel beteiligt sich aktiv an Projekten, die Kleinbauern in Honduras, Indonesien, Mexiko und Nigeria unterstützen, und plant, zukünftig weitere Partnerschaften einzugehen. Diese Projekte bieten Schulungen in effizienten und nachhaltigen Anbaumethoden und ermöglichen es Kleinbauern, ihre Produktivität zu steigern, ihre Ernten als nachhaltig zertifizieren zu lassen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. So wurde im Jahr 2016 ein dreijähriges Projekt in Kooperation mit Partnern wie der internationalen Entwicklungsorganisation Solidaridad, dem World Wide Fund For Nature (WWF), der niederländischen Entwicklungsorganisation SNV und der Proforest Initiative in Honduras erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt erstreckte sich über eine Fläche von 100.000 Hektar; die über 17.500 teilnehmenden Kleinbauern und Arbeiter konnten ihre Erträge um 25 Prozent steigern.


Der Produktionsstandort von Henkel in Düsseldorf ist einer von sechs Standorten des Unternehmens, die 2017 gemäß des Lieferkettenzertifizierungsstandards des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) ausgezeichnet wurden.

Henkel has a comprehensive commitment to promoting sustainable palm oil and palm kernel oil at every stage in its value chain.

Hanna Philipps Henkel Corporate Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-3626 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen