09.09.2016  Düsseldorf

Spannende Berufe bei Henkel

Was macht eigentlich ein…?

Electronic Data Interchange Consultant, Computer Emergency Response Manager und Principal Architect for Business Intelligence – viele Berufsbezeichnungen sind mittlerweile auf Englisch. Doch statt intuitiv verständlich zu sein, hinterlassen sie oft ein großes Fragezeichen. Denn könnten Sie sagen, was genau ein Contract Manufacturing Supply Planner macht? In unserer Serie „Was macht eigentlich ein…?“ möchten wir ein paar Geheimnisse lüften und ausgefallene Berufe bei Henkel vorstellen.

Was macht eigentlich ein… „Corporate Citizenship Manager“?

In Heiko Helds Büro stapeln sich Kartons – gefüllt mit Trinkflaschen, Schnellheftern und Stiften. Das sind Spenden, die Henkelmitarbeiter im Rahmen einer Sammelaktion zum Schulbeginn abgegeben haben. Dass neben seinem Schreibtisch ein solches provisorisches Lager entsteht, ist aber die Ausnahme. „Auch wenn ich es mag, dass hier Mitarbeiter anklopfen“, erklärt der 47-Jährige. „Spendenmanager“ stand zwar einmal an seiner Bürotür, aber eigentlich trifft diese Bezeichnung den Kern der Position nicht richtig, die Heiko Held jetzt seit fünf Jahren bei Henkel innehat. „Ich bin kein Karnevalsprinz, der die Sachen einfach so verschenkt“, erzählt er lachend. Heiko Held sorgt tagtäglich dafür, dass das gesellschaftliche Engagement von Henkel einer Strategie folgt. „Die Förderung muss im Sinne des Unternehmens und innerhalb rechtlicher Vorgaben ablaufen“, erklärt er. Henkel fördert Maßnahmen im Bereich Bildung und Soziales und leistet unbürokratische humanitäre Nothilfe im Rahmen von Naturkatastrophen. Die Fritz Henkel Stiftung bündelt dabei das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens und fördert das soziale Engagement von Henkel-Mitarbeitern und -Pensionären. Mit finanziellen Mitteln, aber auch mit Sachspenden wie Reinigungsmittel- und Körperpflegeprodukten unterstützt der Konzern Projekte und Einrichtungen auf der ganzen Welt in der Nähe der Henkel-Standorte. Für eine sinnvolle Verteilung gibt es einige Spielregeln zu beachten.

Förderung muss nachhaltig sein

Bei Heiko Held landen täglich mehrere Anfragen per Email, per Fax und sogar handschriftlich. Er sortiert die Anträge und stellt sie einer Jury vor, die über die Vergabe der Fördermittel entscheidet. Das wichtigste Kriterium dabei ist die Nachhaltigkeit. „Wir möchten mit unserer Förderung wirklich etwas bewirken“, betont Heiko Held. Die Wirkungsmessung zählt daher zu seinen wichtigsten Aufgaben. „Wir schauen uns die geförderten Projekte sehr genau an und haken auch persönlich nach.“ Heiko Held bleibt mit den Fördermittelempfängern in Kontakt, lässt sich Abschlussberichte schicken und errechnet einen Wirkungsgrad. Projekte in der Nähe schaut er sich auch persönlich an. „Das geht natürlich nicht immer – wir fördern von Düsseldorf aus ja weltweit, aber die Nähe zu den Projektpartnern ist mir wichtig.“ Vor allem bei strategischen Partnerschaften, wie etwa dem Bildungsprojekt „Teach First“, das Henkel langfristig unterstützt.

Heiko Held feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum bei Henkel. Gut für seinen Job: „Ich kenne hier viele Kolleginnen und Kollegen, auf deren Expertise ich zurückgreifen kann“. Viele Henkel-Mitarbeiter melden sich auch direkt bei ihm, wenn sie sich persönlich engagieren möchten – um etwa bei den Special Olympics Athleten zu betreuen oder eine ganze Woche im Rahmen der „Baureise“ in Rumänien ein Haus zu bauen. Hier durfte Heiko Held seinem Nachnamen sogar selbst alle Ehre machen und vor Ort helfen. Dadurch habe sich auch der Blick auf sein eigenes Leben verändert, gesteht er. „Mein Job bei Henkel ist sehr wichtig, wir können viel bewirken mit unserer Unterstützung. Aber das ist natürlich nicht alles im Leben.“ Für Heiko Held sind das Kinder und Familie. Rein privat engagiert er sich als Schulpflegschaftsvorsitzender. Aber dies am Abend, wenn er sein Büro verlassen hat und die Kartons voller Spenden verteilt sind.