Klimaschutz

Unser Weg zu einem klimapositiven Unternehmen

Jeden Freitag gehen Tausende von Schülern auf der ganzen Welt auf die Straße: Die Bewegung „Fridays for Future“, die 2018 von der jungen Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufen wurde, hat erreicht, was vielen vorher nicht gelungen ist: Sie hat das Thema Klimawandel und dessen Folgen in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt.

Oft sind es die alltäglichen Dinge: Licht einschalten, Wasser zum Duschen erhitzen oder Autofahren. Zählt man alle großen und kleinen Handlungen zusammen und bedenkt die Anzahl der Menschen auf dieser Erde, entsteht ein enormer CO2-Fußabdruck. Dieser beschreibt die Menge an Treibhausgasen, die in einem bestimmten Zeitraum in die Atmosphäre freigesetzt wird. Berechnen kann man den Fußabdruck sowohl für einzelne Menschen als auch zum Beispiel für Organisationen oder ganze Länder. Deshalb ist es so wichtig, dass sich jeder der Auswirkungen seines Energieverbrauchs auf die Umwelt bewusst ist, das eigene Verhalten ab und an hinterfragt und aktiv versucht, bewusst mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen. Denn ein effizientes Haushalten mit Energie wäre auf globaler Ebene spürbar: in Form möglicher sinkender Lebenshaltungskosten, verbesserter Gesundheit von Millionen Menschen und letztlich der verringerten Auswirkungen des Klimawandels.

Wie Henkel aktiv zum Klimaschutz beiträgt

Mit weniger mehr zu erreichen, also Produkte und Technologien zu entwickeln, die unsere Lebensqualität verbessern und gleichzeitig weniger Materialien und Ressourcen zur Herstellung benötigen, hat für uns als Unternehmen oberste Priorität. Der Ansatz von Henkel zum Klimaschutz ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Darunter fällt auch das Ziel, den geschaffenen Wert im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck der Geschäftstätigkeit, Produkte und Dienstleistungen bis 2030 zu verdreifachen und den CO2-Fußabdruck unserer Produktion bis dahin um 75 Prozent zu senken. Dieses Ziel, dreimal effizienter zu werden, bezeichnen wir als „Faktor 3“.

Henkel hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimapositiv zu werden und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein Weg, dieses Ziel zu erreichen, liegt in der Dekarbonisierung der Produktionsstätten und der Einsparung von Energie, indem wir die Energieeffizienz verbessern sowie herkömmliche Energiequellen durch erneuerbare Alternativen ersetzt werden. So wird bereits ein Teil der Produktion mit Ökostrom betrieben, der in Windkraft- und Solaranlagen direkt am Standort erzeugt wird. Bis 2030 wollen wir 100 Prozent unserer benötigten Energie aus erneuerbaren Energien beziehen. 

  

Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette

Für alle Unternehmen gibt es Ansätze, die CO2-Emissionen in den einzelnen Phasen der Wertschöpfungskette zu verringern. Damit wir unsere eigenen Ziele erreichen können, erwarten wir dies auch von unseren Lieferanten und Handelspartnern. Durch die Abstimmung mit energieverantwortlichen Lieferanten können wir sicherstellen, dass Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette großgeschrieben wird.

Um den Fußabdruck von Produkten zu verkleinern, können die Produkteigenschaften hinsichtlich des Ressourcen- und Energieverbrauchs optimiert werden – von der Beschaffung bis zur Auslieferung. Die Forschungs- und Entwicklungsteams von Henkel arbeiten zudem fortlaufend an der Weiterentwicklung der Verpackungen, um den Rohstoffverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren und möglichst viel recyceltes oder leicht recycelbares Material einzusetzen.

Wir optimieren zudem kontinuierlich unsere Produktionsstandorte und -prozesse weltweit und entwickeln unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Standards länderspezifische Lösungsansätze. Weltweit betreibt Henkel 184 Produktionsstandorte, die alle daran arbeiten, bei gleichbleibend hoher Qualität und Sicherheit ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Ein gutes Beispiel: Das LEED-zertifizierte Werk in Montornès del Vallès, Spanien („Leadership in Energy and Environment Design“).


Smarte Technologien in den Produktionsstätten können umfassende Daten erfassen, zum Beispiel wie sich das Wetter auf die Produktion auswirkt. Das vereinfacht die Identifikation von Produktionsphasen mit Optimierungsbedarf.

Durch den Einsatz neuer Technologien kann auch die ökologische Bilanz der Produktionsprozesse enorm verbessert werden. Mit einem digitalen „Environmental Management System“ (EMS) können die Produktionswerke in Echtzeit auf globaler Ebene nachvollziehen, wie viele Rohstoffe und Energie pro Tag verbraucht werden.

Auch die Vertriebsstruktur lässt sich mithilfe neuer Technologien digital transformieren, um die weltweite Auslieferung der Produkte effizienter zu gestalten. Seit der vierten industriellen Revolution, Industrie 4.0 genannt, ist die Fertigung so effizient, flexibel und intelligent wie nie zuvor. Durch Automatisierung, Sensorik, Datenaustausch und Echtzeit-Analytik wird die Ressourceneffizienz entlang der gesamten Produktionskette gesteigert.


Bis zum Jahr 2030 wollen wir 100 Prozent des Stroms für unsere Produktion aus erneuerbaren Quellen beziehen, zum Beispiel durch Solarzellen oder andere Technologien an unseren Standorten.

Wie jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann

Der größte Teil des ökologischen Fußabdrucks von Produkten entsteht während ihrer Anwendung – bis zu 90 Prozent. Deshalb kommt den Verbrauchern beim Energiesparen eine besondere Rolle zu. Henkel-Marken und -Technologien werden jeden Tag millionenfach in Industrie- und Konsumentenanwendungen eingesetzt. Deshalb arbeiten wir daran, fortlaufend Produk­tinnovationen zu entwickeln, die Kunden und Verbrauchern bessere Leistungen bieten und gleichzeitig in der Produktion und Anwendung weniger energieintensiv sind. Aber auch die Verbraucher selbst sind in dieser Phase gefragt: Um das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren endlichen Ressourcen zu steigern, bietet Henkel den Fußabdruck­rechner an. Damit kann online ausgewertet werden, wie klimaverträglich der eigene Lebensstil auf ein Jahr gesehen ist. Auch unseren Mitarbeitern werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie im Alltag effizienter mit Energie haushalten können – zum Beispiel im Rahmen unseres Nachhaltigkeits­botschafter-Programms, in dem Mitarbeiter weltweit zum Thema Nachhaltigkeit geschult und dazu eingeladen werden, ihr Wissen in ihrem Umfeld zu teilen.

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