17.05.2017

Wie Verbraucher mit Innovationen ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern können

Effizienz hoch zwei

Das Bewusstsein für nachhaltige Produkte bei Verbrauchern steigt. Weltweit geben über 55 Prozent an, beim Kauf darauf zu achten (Wiwo, 2014). Doch häufig bleibt unklar, wie groß der Einfluss des Verbrauchers auf den CO2-Fußabdruck eines Produkts wirklich ist. Bei Produkten wie Waschmittel oder Shampoo, die mit Wasser ausgespült werden, kann der Konsument bis zu 90 Prozent der Klimabilanz positiv beeinflussen. Einfach gesagt: mit weniger Wasser oder bei geringeren Temperaturen waschen und spülen. Damit diese Rechnung bei gleichbleibender Qualität aufgeht, stellt Henkel innovative Produkte her, bei denen die ressourcensparende Herstellung und Anwendung von Anfang an mitgedacht werden.

3 Fragen an Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Council von Henkel

Beim Thema Energiesparen denkt man im Unternehmenskontext eher an die Produktion – wie kommen Verbraucher hier ins Spiel?

Wir schauen uns den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte an – vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion und Logistik bis zum Verbrauch sowie der Entsorgung der Verpackungen. Denn ein Großteil des CO2-Fußabdrucks unserer Produkte, die ja millionenfach in Haushalten zum Einsatz kommen, entsteht dann, wenn sie angewendet werden – also beim Waschen, Spülen oder Duschen.

Machen es sich Unternehmen nicht zu leicht, wenn sie die Verantwortung auf die Verbraucher übertragen?

Im Gegenteil: Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst – und genau deshalb beziehen wir die Konsumenten mit ein. Wir wollen ihr Bewusstsein schärfen. Natürlich schauen wir zuallererst auf unsere eigenen Prozesse und arbeiten an vielen Stellen sehr intensiv daran, unseren Fußabdruck als Unternehmen zu reduzieren. Etwa in der Produktion. Gleichzeitig investieren wir viel in Forschung und Entwicklung, um Produkte anzubieten, die es Verbrauchern ermöglichen, Ressourcen zu schonen. Ein Beispiel ist das Waschen mit niedrigen Temperaturen. Und das natürlich bei bewährter Henkel-Qualität. 

Wie sensibilisieren Sie die Verbraucher?

Durch gezielte Kommunikation wollen wir Verbraucher überzeugen, sich während der Produktanwendung nachhaltiger zu verhalten. Es gibt zahlreiche Initiativen unserer drei Unternehmensbereiche: die „BeSmarter“-Initiative von Beauty Care zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser, Ressourcen-Rechner, mit denen man seinen persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen kann, oder auch der Persil-Waschrechner. Um nur einige Beispiele zu nennen. In der Verbraucherkommunikation spielen auch unsere Handelspartner eine wichtige Rolle. Wir unterstützen sie bei ihren Nachhaltigkeitsaktivitäten. Wir sind davon überzeugt: Nur wenn alle Partner an einem Strang ziehen, können wir das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren endlichen Ressourcen breit in Wirtschaft und Gesellschaft verankern. 

Wenn wir die Steigerung der Lebensqualität und den Ressourcenverbrauch voneinander entkoppeln wollen, spielen Produktinnovationen eine wesentliche Rolle. Sie sollen Kunden und Verbrauchern mehr Wert und bessere Leistungen bieten – bei einem geringeren ökologischen Fußabdruck. Um das zu erreichen, ist eine hohe Innovationskraft sehr wichtig. 2016 beschäftigte Henkel im Jahresdurchschnitt rund 2.700 Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung und investierte darin 463 Millionen Euro. Unser Ziel ist, durch unsere Produkte Kunden und Verbrauchern zu helfen, 50 Millionen Tonnen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 einzusparen.

  • Adhesive Technologies
  • Beauty Care
  • Laundry & Home Care

Michael Todd, globaler Leiter für Innovation, Adhesive Technologies

„Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies entwickelt als Marktführer Technologien, die in einer einzigartigen Vielfalt von Industrie- und Konsumentenanwendungen eingesetzt werden – von der Automobil- und Luftfahrtindustrie bis hin zu Unterhaltungselektronik, Lebensmittelverpackung, Heimwerker-Branche und zahlreichen anderen Bereichen. Nachhaltigkeit ist dabei ein integraler Bestandteil unserer Innovations- und Produktentwicklungsprozesse. Unsere Technologien helfen unseren Kunden, die Energieeffizienz zu steigern, Abfallaufkommen und Emissionen zu verringern sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz zu verbessern."

Dr. Thomas Förster, Leiter Forschung & Entwicklung, Beauty Care

„Lebenszyklusanalysen zeigen, dass unsere Verbraucher über ihr Konsumverhalten einen erheblichen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck unserer Produkte nehmen können: Bis zu 90 Prozent des Energie- und Wasserverbrauchs unserer Produkte, die nach der Anwendung ausgespült werden, entstehen während des Gebrauchs. Wir wollen möglichst viele Menschen mit dem Thema begrenzte Ressourcen vertraut machen und sie überzeugen, durch eine verantwortungsvolle Ressourcennutzung einen eigenen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Dadurch schaffen wir als Unternehmen für unsere Kunden und Verbraucher einen gesellschaftlichen und sozialen Mehrwert und wollen so das Leben möglichst vieler Menschen verbessern.“

Dr. Thomas Müller-Kirschbaum, Leiter Forschung & Entwicklung, Laundry & Home Care

„Der Anspruch unserer Verbraucher ist auch unser Ziel: Unsere Produkte sollen die Kriterien Qualität, Umweltverträglichkeit und gesellschaftliche Verantwortung erfüllen. Unser Fokus liegt bei den Themen Effizienz und Recycling. Unsere Produkte kommen täglich millionenfach in Haushalten zum Einsatz und benötigen gerade in der Gebrauchsphase viel Wasser und Energie. Daher entwickeln wir Lösungen für einen noch effizienteren Einsatz von Wasser und Energie. Gleichzeitig arbeiten wir an intelligenten Verpackungslösungen. Das beginnt beim reduzierten Materialeinsatz. Wir sind am Ziel, wenn alle Verpackungen entweder wiederverwendbar, rezyklierbar oder biologisch abbaubar sind.“

Spülen

Waschen

Duschen

Verbraucherrechner

Wie viel Wasser verbrauchen wir beim Duschen oder Zähneputzen? Wie viel Geld sparen ein paar Grad weniger? Finden Sie es heraus mit unseren nützlichen Rechnern für den Alltag!