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08.06.2026 Wien
Nicht nur Henkel ist heuer 150 Jahre alt. Wien-Ikone Sacher und der US-Pharma-Highflyer Eli Lilly feiern ebenfalls eineinhalb Jahrhunderte Unternehmenserfolg. In der Henkel-Zentrale Wien-Erdberg fanden Mario Haller (Geschäftsführer Eli Lilly Österreich), Matthias Winkler (CEO Sacher Gruppe) und Birgit Rechberger-Krammer (Präsidentin Henkel Österreich) zu einem Panel zusammen, um darüber zu diskutieren, wie ihre jeweiligen Firmen-Jubilare fit für die Zukunft gemacht werden können. Moderiert wurde die Diskussion von Birgit Fenderl. Den Impuls für das verbale Match lieferte Joachim Scholtyseck, Geschichtsprofessor an der Universität Bonn, der kürzlich im C.H. Beck Verlag das Buch „Henkel - Vom Waschmittelhersteller zum Weltunternehmen“ publiziert hat.
Sich den Herausforderungen täglich neu stellen und damit offen für Veränderungen sein, war die Quintessenz der Diskutant:innen. Dazu zählt, so Prof. Joachim Scholtyseck, „dass man nicht alle Eier in einen Korb legt. Daher ist es klug, diversifiziert aufgestellt zu sein. Ein Beispiel dafür ist der Start von Henkel mit Klebstoffen als neuem Geschäftsfeld im Jahr 1922.“ Mario Haller (Eli Lilly): „Ein Unternehmen muss sich immer wieder neu erfinden, sich kontinuierlich weiterentwickeln und darf nicht zum Museum werden.“ Dieser Traditions-Skepsis stimmte auch Matthias Winkler (Sacher) zu: „Wir haben Respekt für die Vergangenheit, Begeisterung für die Zukunft und bauen auf Startup-Mentalität.“ Birgit Rechberger-Krammer ergänzte: „Wir müssen uns laufend verändern. Als Unternehmen, aber auch im Markenbereich: Persil bleibt Persil, weil Persil nicht Persil bleibt.“ Veränderung bedeutet Risikobereitschaft. Mario Haller (Eli Lilly): „Unser Geschäftsmodell ist institutionalisiertes Scheitern. Wer Angst vorm Scheitern hat, kann in unserer Industrie nicht erfolgreich sein.“ Keine Angst vor den Unsicherheiten der Zukunft also, oder wie es Matthias Winkler (Sacher) intern mit einem Zitat von Stefan Zweig an seine Mitarbeitenden kommuniziert: „Jede Krise ist ein Geschenk des Schicksals an den schaffenden Menschen.“
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