03.06.2015  Düsseldorf

Tipps & Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Nachhaltig leben – Folge 2: Gesünder essen

Es ist eine Meisterleistung, die fünfmal die Woche bei Henkel erbracht werden muss: Tagtäglich werden um die 5.000 Mahlzeiten frisch und nachhaltig zubereitet und so genau kalkuliert, dass möglichst wenig Reste übrig bleiben. Was ist das Geheimnis nachhaltiger Ernährung? Christoph Reingen, gelernter Küchenmeister und Leiter der Henkel-Betriebsgastronomie, kennt es und braucht nicht einmal einen ganzen Satz, um es zu lüften: „Saisonal und regional“.

Strawberries and rhubarb

Die Henkel-Betriebsgastronomie setzt auf Gerichte aus saisonalen und regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Herr Reingen, was bedeuten saisonal und regional für das Essen bei Henkel?
C. Reingen: Ganz einfach: Ich muss nicht ein Sommerobst wie Erdbeeren auf unsere Menükarte im Dezember schreiben. Stattdessen schauen wir, was es zu jeder Jahreszeit gibt und was die Region linker Niederrhein hergibt. Jetzt im Frühling haben wir beispielsweise sehr viel Spargel, Kohlrabi und Blumenkohl im Angebot. So können wir frische Produkte anbieten, die nicht schon hunderte Transportkilometer hinter sich haben.

Ein wichtiger Punkt, denn ein Großteil des CO2-Fußabdrucks von Lebensmitteln entsteht beim Transport.
Genau. Deswegen bevorzugen wir Lieferanten in einem Umkreis von circa 40 Kilometern. Entgegen dem Trend, Lebensmittel aus der Großindustrie zu beziehen, haben wir ein Netzwerk von regionalen Lieferanten aufgebaut. Wir kennen uns und wir wissen genau, wo unsere Produkte herkommen.

Gilt das auch für Fleisch?
Selbstverständlich. Wir kaufen unser Fleisch bei Partnern, denen wir vertrauen. Dabei setzen wir auf die „vier Ds“. Das heißt, dass das Tier in Deutschland geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt wurde.

Das sagt aber nichts über die Tierhaltung aus.
Eines unserer Kriterien ist artgerechte Tierhaltung. Wir führen regelmäßig Lieferantenaudits durch, zudem besuchen wir unsere Lieferanten ein- bis zweimal pro Jahr, um uns vor Ort ein Bild zu verschaffen.

Christoph Reingen, Head of Catering

Christoph Reingen, Leiter der Henkel-Betriebsgastronomie: „Wir wissen genau, wo unsere Produkte herkommen.“

Es gibt seit geraumer Zeit auch vermehrt vegetarische und vegane Angebote in der Kantine; wird Fleisch unbeliebter bei Henkel?
Der Trend geht eindeutig weg von großen Fleischportionen. In der allgemeinen deutschen Gastronomie und auch bei uns. In den letzten eineinhalb Jahren hat der Anteil an vegetarischen und veganen Speisen bei Henkel um 17 Prozent zugenommen. Da ist auf jeden Fall ein kontinuierlicher Trend zu erkennen. Aber das heißt nicht, dass Fleisch unbeliebt wird. Auch wenn bei uns Salate und unsere fleischlosen Angebote gerne angenommen werden, stehen Klassiker wie Currywurst mit Pommes oder Braten nach wie vor hoch im Kurs.

Auch wenn das Essen so sorgfältig eingekauft und aufbereitet wird: Manchmal bleiben doch Reste übrig. Was passiert damit?
Was auf den Tellern übrig bleibt, wird als Biogas wiederverwertet. Bei unserem Dienstleister „Im Brahm“ in Essen werden die Abfälle sortiert, zerkleinert und in speziellen Gärbehältern gegärt. Daraus wird dann Biogas erzeugt. Lebensmittel, die am Tag nicht verkauft wurden, werden am nächsten Tag in andere Gerichte integriert, zum Beispiel in die Vorspeisen- oder Pasta-Buffets. Wir kalkulieren aber die Mengen ziemlich genau, so dass meistens nicht viel übrig bleibt.

Wie kann ich das nachhaltige Essenskonzept von Henkel auch bei mir zuhause umsetzen? Welche Schritte beim Einkaufen haben die größte Nachhaltigkeitsauswirkung?
Man kann schon mit einigen kleinen Veränderungen in seinem Einkaufsverhalten etwas bewegen. Greifen Sie zu Bioeiern, kaufen Sie Ihr Brot beim Bäcker, der tatsächlich noch selbst backt und versuchen Sie – soweit Ihnen das möglich ist – viele Produkte bei Bauern aus umliegenden Gegenden zu kaufen. Sie müssen auch nicht zwangsläufig auf Fleisch verzichten. Versuchen Sie doch mal, an ein, zwei Tagen in der Woche auf leckere vegetarische Alternativen auszuweichen. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie auf Klasse statt Masse setzen, leisten Sie oft auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Vielfältiger Genuss von heimischen Äckern!

Henkel beteiligt sich an den „Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit“, die in diesem Jahr erstmalig im Rahmen der „Europäischen Nachhaltigkeitswoche“ vom 30. Mai bis 5. Juni stattfinden. Diese neue, europaweite Initiative zielt darauf ab, mit Aktionen, Projekten und Veranstaltungen öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema nachhaltige Entwicklung zu gewinnen. Mit der „(Y)OUR MOVE toward Sustainability“-Kampagne ermutigt Henkel seine Mitarbeiter, im Alltag einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Dazu gibt die Betriebsgastronomie Tipps für mehr Nachhaltigkeit auf dem Teller mit Gerichten aus saisonalen und regionalen Produkten.