02.09.2015  Düsseldorf

Wertorientierter Konsum und ethische Kaufentscheidungen

Nachhaltiger Konsum – was bedeutet das für Industrie und Handel?

Verbraucher haben großen Einfluss auf die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von Produkten. Aber wie ermutigt man sie zu nachhaltigen Kaufentscheidungen und einer ressourcenschonenden Anwendung der gekauften Produkte? Auf einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer und BASF Personal Care & Nutrition am 31. August in Düsseldorf stellten Henkel, BASF und Metro die unternehmensspezifischen Ansätze entlang der Lieferkette vor.

Von links: Jan-Peter Sander (BASF), Stephan Füsti-Molnár (Henkel), Britta Gallus (Metro), Moderatorin Constanze Abratzky, Dr. Levent Yüksel (BASF) und Klaus Zimmermann (IHK)

Von links: Jan-Peter Sander (BASF), Stephan Füsti-Molnár (Henkel), Britta Gallus (Metro), Moderatorin Constanze Abratzky, Dr. Levent Yüksel (BASF) und Klaus Zimmermann (IHK)

Eine nachhaltige Verbraucheransprache wird für Industrie und Handel immer wichtiger. Das Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit ist gestiegen und Unternehmen reagieren mit so genannten nachhaltigen Produkten, die sie auf den Markt bringen. Dennoch gibt es bei dem Ziel, Konsumenten vom Kauf entsprechender Produkte zu überzeugen, immer noch Hindernisse. Wie geht man mit diesen Hürden um, zum Beispiel mit Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von nachhaltigen Produkten oder der mangelnden Bereitschaft, mehr für sie zu zahlen? Wie erklärt man Verbrauchern den Einfluss ihres Verhaltens auf den Fußabdruck von Produkten? Und wie steuert man die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffbeschaffung bis hin zum Verkauf im Handel?

Stephan Füsti-Molnár, General Manager Deutschland, Henkel Wasch- und Reinigungsmittel, präsentierte in seinem Vortrag „Nachhaltige Innovationen für nachhaltigen Konsum“, wie Henkel sich dem Thema nachhaltige Verbraucheransprache stellt. „Um Verbraucher von nachhaltigen Produkten zu überzeugen, brauchen wir nicht nur Produkte mit einer erstklassigen Leistung, sondern müssen auch die Vorteile im Bereich Convenience und die Einsparpotenziale während der Anwendungsphase kommunizieren.“ Füsti-Molnár stellte einige Produktbeispiele vor, die diese Kriterien erfüllen und erläuterte in diesem Zusammenhang auch den Henkel-Sustainability#Master®, ein Bewertungstool für die Nachhaltigkeitsleistung von Produkten und Prozessen.

Neben Füsti-Molnár sprach Jan-Peter Sander, Leiter BASF Personal Care Europe, über nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft der Zukunft. Britta Gallus, Director Programs & Risk Assessment, Corporate Responsibility, METRO AG, stellte dar, wie wertorientierter Konsum durch Transparenz in der Lieferkette gefördert werden kann.