19.10.2015  Düsseldorf

Entwicklung des Standorts Düsseldorf

Blick in die Geschichte: Wie Düsseldorf zum Firmensitz von Henkel wird

Vor knapp 140 Jahren gründet Fritz Henkel im Alter von 28 Jahren mit zwei Geschäftspartnern die Firma Henkel & Cie in Aachen. Seitdem hat sich nicht nur das Unternehmen verändert, sondern auch der Standort – lesen Sie, wie Düsseldorf zum Firmensitz und zur zentralen Produktionsstätte wurde und somit auch den Vorort Holthausen veränderte.

Die eigene Fabrik entsteht

Bereits zwei Jahre nach der Firmengründung im Jahr 1876 entscheidet sich Fritz Henkel für einen Umzug nach Düsseldorf-Flingern. Doch noch bevor er sich richtig niederlassen kann, wächst die Produktion von Henkelʼs Bleich-Soda so stark, dass das Unternehmen ein zweites Mal umzieht – diesmal in den Stadtteil Oberbilk. Das Grundstück auf der Gerresheimer Straße bleibt für knapp 20 Jahre Firmensitz von Henkel.

Angebunden an den Rhein und die Bahn

Um die Rohstoffe und Fertigfabrikate nicht länger mit Pferdefuhrwerken befördern zu müssen, sucht Fritz Henkel schließlich nach einem Standort mit guter Bahn- und Hafenanbindung. Fündig wird er im ländlichen Vorort Holthausen: Am 22. Juli 1899 werden die Grundsteine für eine Bleichsodafabrik, eine Wasserglasfabrik, ein Kesselhaus mit Werkstätten und ein Bürohaus gelegt. Bereits im März 1900 beginnt die Produktion am heutigen Standort.

Erfolgsfaktor Persil

Mit dem Grundstück in Düsseldorf-Holthausen findet Fritz Henkel den idealen Standort für seine Firma. Im Jahr 1907 kommt Persil auf den Markt, das erste selbsttätige Waschmittel der Welt, benannt nach zwei wichtigen Bestandteilen: Perborat und Silikat. Dieses neuartige Produkt erleichtert die mühselige Wascharbeit per Hand und bringt Henkel hohes Wachstum und internationale Anerkennung. In der Folge werden die Produktionsanlagen und Laboratorien weiter ausgebaut.

Heute ist das Werksgelände in Düsseldorf die größte Produktionsstätte von Henkel weltweit. Auf dem rund 1,4 Mio. Quadratmeter großen Gelände gibt es zum Beispiel eigene Straßennamen, einen werksärztlichen Dienst, eine Werkfeuerwehr sowie eine von Fritz Henkel gegründete Bibliothek. Rund 5.400 Henkel-Mitarbeiter aus 70 Nationen finden hier jeden Morgen den Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Aus dem ländlichen Vorort Holthausen mit 600 Einwohnern im Jahr 1899 ist im Laufe der Jahrzehnte ein bedeutender Industriestandort geworden.

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