29.01.2016  Düsseldorf

Klebstofflösungen für industriellen 3D-Druck

Henkel ermöglicht 3D-gedruckte Fassade in Amsterdam

Für die aktuelle EU-Ratspräsidentschaft haben die Niederlande im alten Hafengelände in Amsterdam ein mobiles Sitzungsgebäude errichtet. Dank 3D-gedruckter Fassade erinnert das ‚Europe Building‘ an historische Segelschiffe und erstrahlt in der EU-Farbe Blau. Die zum Druck eingesetzten Materialien wurden von Henkel Adhesive Technologies entwickelt.

The 3D printed façade of the “Europe Building” in the old harbor area of Amsterdam

The 3D printed façade of the “Europe Building” in the old harbor area of Amsterdam

Ob Automobilbau, Möbelherstellung oder Architektur – das Drucken dreidimensionaler funktionaler Werkstücke wird nicht nur für Prototypen eingesetzt, sondern entwickelt sich mehr und mehr zu einer industriellen Fertigungsmethode. Henkel Adhesive Technologies treibt diesen Trend durch die Entwicklung und Formulierung von Materialien kontinuierlich voran. Das Unternehmen zählt beispielsweise zu den Partnern von DUS Architects, einem niederländischen Design- und Architektur Start-Up. In enger Zusammenarbeit mit Henkel und weiteren Partnern hat DUS im Jahr 2014 das international viel beachtete Projekt Kanalhaus in Amsterdam initiiert, bei dem mithilfe eines riesigen 3D-Druckers (Bauraum 2 x 2 x 3,5 Metern) bis 2017 eine Häuserfront samt Innenwänden aus 42 Einzelteilen gedruckt und errichtet werden wird.

Auch die Fassade des neuen ‚Europe Buildings‘ wurde von DUS entworfen. Die einzelnen Elemente, deren geometrischer Verlauf von klein nach groß und von rund nach eckig an die Vielfalt Europas erinnert, wurden mit Schmelzklebstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe von Henkel gefertigt und mit Beton ausgespritzt. Das Biokunststoff-Material verleiht den einzelnen Bauelementen hohe Festigkeit und Stabilität und kann problemlos recycelt werden – das ‚Europe Building‘ wird nach Ablauf der Ratspräsidentschaft wieder abgebaut.

Schmelzklebstoffe von Henkel kommen auch bei den ersten funktionalen Prototypen 3D-gedruckter Möbel wie Hocker oder Lampen zum Einsatz. Im Kompetenzzentrum für die Automobilindustrie am Standort Heidelberg entwickelt Henkel zudem komplexe 3D-gedruckte Konstruktionsteile für internationale Automobilhersteller, die als funktionale Prototypen für den Test neuartiger Akustik- und Strukturlösungen eingesetzt werden.