27.12.2016  Muramvya / Burundi

Markus Das von Henkel in Deutschland hat gemeinsam mit Kollegen die „Burundi-Hilfe“ gegründet

Mein Freund aus Burundi

Henkel-Mitarbeiter Markus Das hat zusammen mit Kollegen und Bekannten im Jahr 2007 den Verein „Burundi-Hilfe“ gegründet. Dieser leitet in der Stadt Muramvya im afrikanischen Binnenstaat Burundi ein Waisenhaus mit Platz für bis zu 45 Kinder. Neben der Betreuung der Kinder bietet die Einrichtung verschiedene Berufsausbildungskurse für Jugendliche und Erwachsene an.

Children from the orphanage

Happy faces in the courtyard of the orphanage

Henkel-Mitarbeiter Markus Das hat zusammen mit Kollegen und Bekannten im Jahr 2007 den Verein „Burundi-Hilfe“ gegründet. Dieser leitet in der Stadt Muramvya im afrikanischen Binnenstaat Burundi ein Waisenhaus mit Platz für bis zu 45 Kinder. Neben der Betreuung der Kinder bietet die Einrichtung verschiedene Berufsausbildungskurse für Jugendliche und Erwachsene an.

Marius Niziyoigamiye (r.) with neighbors of the orphanage

Marius Niziyoigamiye (r.) with neighbors of the orphanage walking home after working in the fields

Aufmerksam auf das Leid wurde Markus Das, der als Ingenieur für Verfahrenstechnik im Bereich Beauty Care arbeitet, durch seinen Freund Marius Niziyoigamiye, der aus Burundi stammt. „Ich kenne Marius seit vielen Jahren. Unsere Gemeinde hat ihn damals finanziell unterstützt, sodass er ein Studium in der Schweiz absolvieren konnte. Heute lebt er wieder in Burundi, doch er verbringt seine Ferien regelmäßig bei uns in Brüggen. Nach und nach hat sich eine richtige Freundschaft zwischen uns entwickelt“, sagt Das. „Durch ihn habe ich viel über die Kultur und die Bevölkerung Burundis gelernt. 2007 habe ich dann den Entschluss gefasst, mir selbst ein Bild von den Gegebenheiten in Muramvya zu machen“, erinnert er sich. „Was ich sah, hat mich sehr berührt. Den Menschen dort fehlt es an grundlegenden Dingen wie zum Beispiel sauberes Wasser oder ausreichend Nahrung.“

Markus Das

Markus Das with children from the orphanage

Im Anschluss an seine erste Reise nach Burundi begann Das von Deutschland aus Spenden zu sammeln. „Es gibt viele Kinder, die auf der Straße leben, weil ihre Eltern sie nicht versorgen können. Das wollte ich ändern.“ Zusammen mit Kollegen von Schwarzkopf & Henkel Production in Viersen-Dülken und Bekannten gründete er den „Burundi-Hilfe e.V.“ in Brüggen.

Nach zwei Jahren hatte der Verein, unter anderem auch durch die Unterstützung der Henkel Initiative „Miteinander im Team“ ‏(MIT), genügend Geld für den Kauf eines Gebäudes angespart und das erste Waisenhaus mit zunächst fünf Plätzen eröffnete. Durch weitere Spendengelder konnten nach und nach neue Räumlichkeiten dazugekauft und mehr Kinder aufgenommen werden. Der aktuelle Gebäudekomplex besteht nun aus zwei Häusern, in denen die 45 Waisenkinder untergebracht sind. In einem dritten Gebäude findet die Ausbildung statt.

„Das Interesse an den Ausbildungskursen ist sehr groß. Die Kurse haben jeweils nur 15 Plätze. Entsprechend lang sind die Wartelisten“ erzählt Das. Der Unterricht wird von erfahrenen ortsansässigen Betreuern erteilt. Pädagogen, Lehrer, Psychologen, Schneider, Köche und Friseure bilden zu ihrem jeweiligen Beruf aus. Die Lehre dauert in der Regel ein halbes Jahr. Beendet wird die Ausbildung mit einem Zertifikat, mit dem die Absolventen direkt ins Berufsleben starten können. Manche schaffen sogar den Sprung an die Universität. „Wir sind regelmäßig mit den Mitarbeitern vor Ort in Kontakt und stellen fest, dass weitere handwerkliche Ausbildungsberufe unbedingt benötigt werden“, sagt Das. „Daher planen wir, nach dem Erwerb eines Gebäudes in der Nähe weitere Ausbildungsgänge wie den zum Schreinerberuf anzubieten. Das ist aber noch Zukunftsmusik.“ 

Der Verein Burundi-Hilfe schafft nun bereits seit neun Jahren mit seinen Berufsausbildungskursen eine Perspektive für die Menschen in Muramvya. Ob Kochen, Haareschneiden oder Nähen – durch die Angebote des Vereins ist das Erlernen dieser praktischen Fähigkeiten für Jugendliche und Erwachsene nun möglich. Regelmäßig erhält der Verein positive Rückmeldungen zu den Ausbildungskursen. „Wir freuen uns immer sehr, wenn uns die Ausbilder und Mitarbeiter erzählen, dass Kursteilnehmer mit dem erlernten Beruf nun ihren Lebensunterhalt bestreiten können“, erzählt Das. Für die Zukunft wünscht er sich, dass sich das Waisenhaus weiter vergrößert. „Durch den Bürgerkrieg wird die Anzahl der Waisenkinder leider weiter wachsen. Dem versuchen wir, gerecht zu werden.“

Weitere Informationen unter: www.burundi-hilfe.org. In der Themenwelt Soziales Engagement finden Sie viele weitere Geschichten, Bildergalerien, Videos und interessante Fakten über das gesellschaftliche Engagement von Henkel.