16.09.2016  Düsseldorf

Diskussionsveranstaltung mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Henkel-Werksleiter Dr. Daniel Kleine

Industrie 4.0 – nur ein Schlagwort?

Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Industrie 4.0? Geht es hier um mehr als die digitale Transformation der Produktionsketten und Produkte und welche politischen Rahmenbedingungen sind notwendig? Diese und andere Fragen diskutierten heute Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, und Dr. Daniel Kleine, Standortleiter von Henkel Düsseldorf und Leiter Infrastructure Services, mit rund 100 Henkel-Mitarbeitern. Die Veranstaltung ist Teil der „Woche der Industrie“ des Bündnisses „Zukunft der Industrie“.

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???gallery.open.slideshow??? Diskussionsveranstaltung zu Industrie 4.0

Bei der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer, wie die Digitalisierung nicht nur die Industrie, sondern auch die Arbeitswelt verändert.

???gallery.open.slideshow??? Minister Garrelt Duin

Minister Garrelt Duin erklärte, wie das Ziel erreicht werden kann, Nordrhein-Westfalen zum Spitzenstandort der Digitalisierung auszubauen.

Gleich zu Beginn hob Daniel Kleine die Bedeutung der Industrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor: „Deutschland ist ein hochmodernes Industrieland – und blickt auf eine lange industrielle Geschichte zurück. Gerade hier im Herzen von Deutschland, in Nordrhein-Westfalen, bildet das produzierende Gewerbe das Rückgrat der Wirtschaft. Doch um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen wir uns weiterentwickeln und Mut zur stetigen Veränderung zeigen.“

Der Digitalisierung kommt hier eine Schlüsselrolle zu: Viele verbinden Digitalisierung mit Kommunikation, der neuesten App oder einer innovativen Dienstleistung. Doch auch im klassischen Industriegewerbe durchdringt sie immer mehr Prozesse – von der Produktidee über die Produktion bis zur Logistik. „Das eröffnet enorme Chancen für unser Geschäft und stellt uns gleichzeitig vor neue Herausforderungen“, sagte Kleine. Personalvorstand Kathrin Menges betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Mitarbeiter. Denn zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten der digitalen Transformation gehört auch die kontinuierliche Entwicklung der Mitarbeiter.

Minister Duin: „Wir werden Nordrhein-Westfalen zum Spitzenstandort der Digitalisierung ausbauen. Dazu informieren wir unsere Unternehmen – vor allem kleine und mittelständische Betriebe – über Möglichkeiten, Anforderungen und Herausforderungen des digitalen Wandels. Ihnen werden wir auf breiter Front eine Teilhabe am Know-how ermöglichen, um die Chancen der Digitalisierung für ihre Wertschöpfungskette deutlich zu machen. Durch die Verbindung unserer starken industriellen Basis mit den Ideen junger, kreativer Startups der Digitalen Wirtschaft kann eine neue Innovationskraft entstehen – und damit die Chance, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.“

Träger der Woche der Industrie ist das Bündnis „Zukunft der Industrie“, zu dem sich Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusammengeschlossen haben. Ziel ist die Stärkung des Industriestandorts Deutschland. Mehr zur Woche der Industrie finden Sie unter anderem auf der Webseite des Verbands der Chemischen Industrie.