21.04.2015  Düsseldorf

„Internationales Jahr des Lichts“

Kann Wäsche leuchten?

Ohne Licht wäre modernes Leben, wie wir es heute kennen, nicht denkbar. Licht ist ein wahrer Alleskönner: Es schweißt Bleche zusammen, dient als Skalpell im OP und transportiert Information. Um die Bedeutung des Lichts hervorzuheben, hat die UNESCO das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Lichts und lichtbasierter Technologien“ ausgerufen. Aber wie hängen Licht und Wäschewaschen zusammen?

Wurde bis ins 20. Jahrhundert die Wäsche noch aufwändig in der Sonne aufgehellt, bringen heutige Waschmittel die Wäsche bereits bei niedrigen Temperaturen zum Strahlen. Universalwaschmittel enthalten unter anderem lösliche optische Aufheller, die während des Waschens die Farbwirkung von hellen Textilien erneuern. So wird verhindert, dass Stoffe vergilben und ihre Leuchtkraft verlieren.

Waschmittel sind heute im Vergleich zu früher wesentlich leistungsfähiger und effizienter geworden – und damit auch energiesparender. Grund dafür ist unter anderem, dass heute Tenside teilweise durch effizientere Bestandteile wie Enzyme, Polymere und Inhaltsstoffe für Tieftemperatur-Bleiche ersetzt werden.

„Highlights“ beim Energiesparen

Heute wird normal verschmutzte Wäsche mit modernen Waschmitteln bereits bei 20 Grad Celsius sauber. Trotzdem wird in vielen deutschen Haushalten noch immer wärmer gewaschen. Eine aktuelle Studie der Universität Bonn belegt, dass die Deutschen durchschnittlich mit 47 Grad Celsius waschen – und damit unnötig viel Energie verschwenden. Energie, die nachhaltig an anderer Stelle verwendet werden könnte.

Wenn beispielsweise in Europa die Wäsche nur noch mit 30 anstatt mit 40 Grad Celsius gewaschen werden würde, könnte mit der eingesparten Energie die öffentliche Straßenbeleuchtung in Deutschland für mehr als drei Jahre sichergestellt werden. Somit sorgt nachhaltiges Wäschewaschen für „Highlights“ beim Energiesparen.

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