02.10.2015  Düsseldorf

Entwicklung des Auslandsgeschäfts von Henkel

Blick in die Geschichte: Wie Henkel-Produkte das Ausland eroberten

Vor 130 Jahren reiste der erste Außendienst-Mitarbeiter im Auftrag von Firmengründer Fritz Henkel nach Wien – ein wichtiger Schritt für das damals junge Unternehmen, um das Geschäft über die Landesgrenze auszudehnen. Lesen Sie, wie alles begann und wie sich das Auslandsgeschäft von Henkel seitdem erfolgreich weiterentwickelt hat.

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???gallery.open.slideshow??? Persil ab 1910 auch in den USA erhältlich

1907 als erstes selbsttätiges Waschmittel auf den Markt gebracht war Persil ab 1910 auch in den USA erhältlich.

???gallery.open.slideshow??? Werbeplakat für Henkel-Produkte in der Schweiz von 1920

Werbeplakat für Henkel-Produkte in der Schweiz von 1920

Bereits ab 1878 hatte Henkel seine Waschmittel im Ausland verkauft. Am Anfang waren dies noch Verkäufe, die sich aus dem Interesse am erfolgreichen Produkt „Henkel’s Bleich-Soda“ wie von selbst ergaben. Bald jedoch übernahmen firmeneigene Außendienst-Mitarbeiter den gezielten Vertrieb. Parallel dazu schloss Henkel Verträge mit ausländischen Firmen ab, die die Produkte aus Düsseldorf importierten und auf den jeweiligen Markt brachten. So war zum Beispiel Persil drei Jahre nach seiner Einführung 1907 auch in New York erhältlich.

Nach der Errichtung von Verkaufsbüros und Agenturen begann Henkel damit, auch im Ausland zu produzieren. Im Januar 1913 gründete das Unternehmen den ersten ausländischen Produktionsbetrieb in der Schweiz. Nach dem Ersten Weltkrieg ging ein Teil des Auslandsvermögens und der Markenrechte verloren. In den 1920er Jahren trieb Henkel dann die Internationalisierung seines Geschäfts wieder voran: Bis 1937 entstanden Produktionsstandorte in elf europäischen Ländern, zum Beispiel in Belgien, Norwegen und Ungarn.

Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das Auslandsgeschäft erneut zum Erliegen. Erst Ende der 1950er Jahre hatte das Unternehmen wieder seine frühere Position erreicht. Parallel dazu gab es auch erste Aktivitäten in strategisch wichtigen Übersee-Märkten: So gründete Henkel 1951 in Südafrika die erste Tochtergesellschaft außerhalb Europas. 1955 folgte in Brasilien die erste Firma jenseits des Atlantiks, 1957 trat Henkel in den japanischen, 1960 in den US-amerikanischen Markt ein. Unter der Leitung von Dr. Konrad Henkel, Enkel des Firmengründers Fritz Henkel, wurde das Auslandsgeschäft in den Jahren 1961 bis 1980 systematisch ausgebaut.

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???gallery.open.slideshow??? Henkel Tochtergesellschaft in Basel-Pratteln, Schweiz 1913

Am 29. Januar 1913 gründet Henkel die erste produzierende Tochtergesellschaft in Basel-Pratteln, Schweiz.

???gallery.open.slideshow??? Henkel Waschmittelwerk im belgischen Herent

Bis 1937 entstehen Produktionsstandorte in elf europäischen Ländern, hier zum Beispiel ein Waschmittelwerk im belgischen Herent.

Persil in Südkorea

Erfolgreich auch in Südkorea: Waschmittel von Persil

Heute ist das Unternehmen, das 1876 von Fritz Henkel und zwei Kompagnons in Aachen gegründet wurde, zu einem internationalen Konzern mit fast 170 Produktionsstandorten in 54 Ländern angewachsen: Im letzten Jahr erzielte Henkel 44 Prozent seines Umsatzes in Wachstumsmärkten; über 80 Prozent der weltweit rund 50.000 Henkel-Mitarbeiter arbeiten außerhalb von Deutschland. Und Persil ist mittlerweile in rund 60 Ländern erhältlich – seit wenigen Jahren zum Beispiel auch in Mexiko und Südkorea.

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