08.03.2016  Düsseldorf

Henkel-Produkte für moderne Leichtbau-Anwendungen auf der Messe JEC

Zukunft leicht gemacht

Leichtbaulösungen liegen im Automobil- und Flugzeugbau weiter voll im Trend. Materialien wie Aluminium und Karbonfasern verbessern die Energiebilanz oder den Anwendungskomfort durch präzise Formbarkeit. Um weiteres Gewicht zu sparen und ultra-leichte Bauteile zusammenzufügen, setzen immer mehr Hersteller auf leistungsstarke Klebstoffe. Als führender Anbieter präsentiert Henkel Adhesive Technologies derzeit sein innovatives Portfolio auf der Komposit-Fachmesse JEC in Paris.

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???gallery.open.slideshow??? OEM’s gestalten mit Komposit-Komponenten und -Strukturen Leichtbauteile für Flugzeuge

Da OEMs mit Komposit-Komponenten und -Strukturen Leichtbauteile für Flugzeuge gestalten und bauen, gewinnen nutzerfreundliche und geklebte Reparaturlösungen für die Betreiber von Fluggesellschaften und MROs an Bedeutung.

???gallery.open.slideshow??? The carbon roof segment of the Roding Roadster R1, winner of the 2014 Materialica Design + Technology Award.

Dachschale auf Kompositbasis beim Roding Roadster R1.

???gallery.open.slideshow??? The rear axle of the new Volvo XC90 features a new transverse leaf spring

Die hintere Achse des neuen Volvo XC90 ist mit einer neuen Querblattfeder aus leichtem Verbundwerkstoff ausgerüstet. Benteler-SGL fertigt die Blattfedern zur Hinterradaufhängung in hohen Stückzahlen aus einem Faserverbundwerkstoff mit einem Loctite Matrixharz von Henkel.

Leichtbaumaterialien haben sich in zahlreichen Industrien zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Ressourceneffizienz entwickelt: In der Automobil- und Luftfahrtbranche beispielsweise führt die Gewichtsreduktion zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch. Lösungen von Henkel helfen Ingenieuren weltweit, intelligente Leichtbaukomponenten zu entwerfen und zu bauen. Die Klebstoffe müssen dabei zahlreiche Herausforderungen meistern. In der Luftfahrtindustrie sorgen Henkel-Lösungen für bis zu 30 Prozent weniger Gewicht als Werkstücke, die mit Stahl oder Aluminium hergestellt werden. Wichtig sind dabei eine hohe Klebkraft, ein schnelles Aushärten und die Möglichkeit, sie zum Verbinden unterschiedlicher Materialien einzusetzen. Matrixharze wiederum dienen dazu, besonders leichte faserverstärkte Kompositbauteile herzustellen.

Der Großteil aller Leichtbaumaterialien wird in der Automobilindustrie verwendet. Hersteller müssen auf strengere Abgas-Vorgaben in Asien, Europa und den USA reagieren. Bei Elektroautos gilt, dass nur in extrem leichten Fahrzeugen die leistungsstarken, aber schweren Batterien platziert werden können, die erst attraktive Reichweiten ermöglichen. Moderne Industrieklebstoffe und Kompositmaterialien verringern das Fahrzeuggewicht um bis zu 15 Prozent. Sie ersetzen beispielsweise Stahl an Karosserie oder Achse und Bitumen-Matten zur Schalldämmung. Eine weitere typische Anwendung sind Beschichtungen, die den Korrosionsschutz und das Verschleißverhalten der Leichtmetallbauteile verbessern.

Um kosteneffiziente Lösungen für die Großserienfertigung voranzutreiben, hat Henkel mit seinem neuen Komposit-Labor in Heidelberg kürzlich ein Testzentrum für Kundenversuche auf Anlagen zur Herstellung von faserverstärkten Strukturbauteilen in Betrieb genommen. Henkel bietet Matrixharze und maßgeschneiderte Klebstoffe zur Fertigung und Montage von Verbundwerkstoffteilen, einschließlich hybrider Kunststoff/Metall-Konzepte.

So entwickelte der Automobilzulieferer Benteler-SGL beispielsweise eine innovative glasfaserverstärkte Blattfeder mit Loctite MAX 2, einem Zweikomponenten-Matrixharzsystem für Polyurethanverbundwerkstoffe. Die Blattfeder wird in einem für mehr als 100.000 Teile pro Jahr ausgelegten Verfahren hergestellt und erlaubt eine Gewichtsreduzierung von 4,5 kg für die Hinterachse. Sie wird im aktuellen Volvo XC90 sowie in den Modellen Volvo S90 und V90 eingesetzt. In Zukunft sind zahlreiche weitere kompositbasierte Lösungen in Autos denkbar – zum Beispiel bei Spiralfedern und Felgen, aber auch bei ganzen Dächern und Türen.

http://www.composite-lab.com/en.html