03.01.2017  Düsseldorf

Interview mit Henkel-Expertin Elisabeth Poppe

Schönes Haar im Winter

Heizungsluft und Kälte: Haare und Kopfhaut stehen im Winter oft unter Stress und sehen trocken und spröde aus – doch das muss nicht sein. Elisabeth Poppe, Leiterin Forschung und Entwicklung Hair Care im Henkel-Unternehmensbereich Beauty Care, erklärt im Interview, welche Faktoren die Haare besonders belasten und was man dagegen tun kann.

Haarpflege im Winter

Haare brauchen im Winter ganz besondere Pflege.

Elisabeth Poppe

Elisabeth Poppe, Leiterin Forschung und Entwicklung Hair Care im Henkel-Unternehmensbereich Beauty Care

Welche Grundpflege braucht das Haar in den kalten Monaten?
Generell gilt: Je besser die Haarqualität, desto weniger hat man das typische „Winterhaargefühl“. Die richtige Pflege ist daher ein Muss. Nach dem Waschen der Haare mit einem milden Shampoo sollte beispielsweise eine Spülung verwendet werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, ein- bis zweimal die Woche eine Kur aufzutragen, um dem trockenen Haargefühl entgegenzuwirken.

Welche Pflege verhindert fliegende Haare?
Die beste Lösung, um fliegende Haare zu verhindern, ist eine reichhaltige Pflege. Außerdem sollte man nach dem Shampoonieren eine Spülung oder eine leichte Sprühkur, die im Haar bleibt, verwenden.

Was kann ich gegen trockene Längen und Spitzen tun?
Hier helfen zum Beispiel Haaröle. Die intensive Nährpflege zieht schnell ein, schützt das Haar vor Trockenheit und sorgt für Glanz.

Durch das Tragen von Mützen, Stirnbändern oder Ohrenwärmern können die Haare im Winter schnell platt werden. Welche Pflege kann hier helfen?
Volumen-Shampoos verleihen dem Haar mehr Fülle und lassen es auch nach dem Tragen von Mützen und Co. weniger schnell platt erscheinen. Wer den Effekt verstärken möchte, sollte außerdem eine passende Spülung sowie bei Bedarf ein Styling-Spray für zusätzliches Volumen und mehr Halt vor dem Föhnen in das Haar geben.

Gibt es etwas, was den Haaren im Winter zusätzlich zu den genannten Pflegeprodukten hilft?
Wer sprödes und trockenes Haar hat, sollte ab und zu eine stimulierende Kopfhautmassage machen. Sie kurbelt die Durchblutung der Kopfhaut an und bringt die Talgdrüsen auf Trab. Auch regelmäßiges Bürsten kann helfen: Mit jedem Bürstenstrich werden Fette von der Kopfhaut in die Länge gezogen – eine natürliche Kur für trockene Spitzen. Bei der Bürstenwahl ist auf die Borstenart zu achten. Wildschweinborsten ähneln in ihrer Struktur dem menschlichen Haar und gelten darum als besonders schonend.

Wie bekomme ich im Winter glänzende Haare?
Wer zu stumpfem, glanzlosem Haar neigt, sollte neben der richtigen Pflege zu Glanz-Styling-Produkten greifen. Glanz-Haarsprays sorgen nicht nur für Halt, sondern auch für ein glänzendes Finish.